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Israel Heute Morgen

Und wieder nähern wir uns dem Wochenende, dem letzten im Monat Juli. Ein paar Worte über den Tempelberg nach Abbau aller Sicherheitsanlagen, die Hoffnung auf ein ruhiges Wochenende, das sterbende Tote Meer und gefährliche Senklöcher und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!
Und wieder nähern wir uns dem Wochenende, dem letzten im Monat Juli. Das kommende Wochenende wird uns mit etwas niedrigeren Temperaturen verwöhnen, es soll nicht mehr ganz so heiß sein. Aber nur bis Sonntag, dann dann soll es schon wieder wärmer werden. Mit etwas „kühler“ meine ich, dass die Temperaturen bei uns in Modiin zum Beispiel unter die 35 Grad Marke sinken sollen. Dieser Sommer ist wirklich außergewöhnlich.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter, ohne bedeutende Veränderung der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 34 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 31 Grad, Tiberias am See Genezareth 41 Grad, am Toten Meer 42 Grad, Eilat am Roten Meer 43 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt nun bei -213.55 m unter dem Meeresspiegel.

In Jerusalem versucht man, im Streit um die Sicherheitsvorkehrungen am Tempelberg wieder Ruhe zu bekommen. Heute Nacht wurden auch die Zäune, die vor den Metalldetektoren standen, entfernt. Die dort anwesenden Moslems feierten den Augenblick und verteilten Süßigkeiten. Ob damit dieses Kapitel nun abgeschlossen ist, werden wir später sehen. Im Laufe des Tages soll entschieden werden, ob die Moslems wieder bereit sind, zum Gebet auf den Tempelberg zurückzukehren. Es ist schon eine irgendwie absurde Situation. Als hätte Israel sie davon abhalten wollen. Gestern las ich, dass die Polizei erklärte, dass jetzt gar nicht sicher sei, ob die neuen technologischen Anlagen, die in den letzten Tagen groß angekündigt worden waren, überhaupt installiert werden. Am Ende wird wahrscheinlich alles so sein, wie es vor dem Anschlag auf dem Tempelberg war. Als wären dort nie zwei Polizisten erschossen worden. Von aussen betrachtet, siht das alles wirklich wie eine Niederlage seitens Israel und einem Sieg des Terrors aus. Aber vielleicht muss man die Situation in einem größeren Umfang betrachten. Ich denke, Israel kann sich so eine Situation nicht erlauben, der internationale Druck ist einfach zu stark. Man möchte gewalttätige Auseinandersetzungen vermeiden. Es sollte auch klar sein, dass Israel nicht die Sicherheit ihrer Bürger vernachlässigt. Auch die Moslems wissen ganz genau, dass es nicht zu einem weiteren Anschlag wie der vor drei Wochen kommen darf. Vielleicht waren die letzten drei Wochen eine ausreichende Warnung. So hoffe ich, dass wir endlich wieder ein ruhiges Wochenende bekommen werden.

Wir planen, im August endlich mal wieder an das Tote Meer zu fahren, bis jetzt haben wir es noch nicht geschafft, etwas Sommerferien zu machen. Einige Freunde meines Sohnes sind schon von ihren Ferien im Ausland zurückgekommen. Da wir im letzten Jahr mit der ganzen Familie in Deutschland waren, ist so etwas momentan nicht drin. Aber hier in Israel fehlt es wirklich nicht an schönen Ausflugszielen. Das Tote Meer ist eines davon. Dort wurden die Strände zu Beginn des Jahres neu renoviert, es soll sehr schön geworden sein. Eigentlich unglaublich, dass wir noch nicht dort gewesen sind. Neulich gab es im Fernsehen einen Bericht über das Tote Meer, leider war er nicht sehr positiv. Denn das Tote Meer ist am sterben. Jedes Jahr sinkt der Wasserpegel, so dass man sich zum Beispiel beim Spa von Ein Gedi zum Strand fahren lassen muss, weil er sich immer weiter entfernt. Im nördlichen Teil des Toten Meeres gab es einen Strand mit dem Namen „Mineral“. Es war eine kleine Oase der Erholung, mit einem kleinen Pool und weiteren Anlagen für die Gäste. Heute ist dort alles zerstört. Die Erde hat sich geöffnet, sogenannte „Senklöcher“ haben sich gebildet.

Traurig: Der Strand „Mineral“ heute, verlassen

Durch den Rückgang des Salzwassers, kam immer mehr Süsswasser in die Erde und hat das sich dort befindliche Salz aufgelöst, dann bricht die Erde ein und verschluckt alles, was auf ihr stand. So etwas kann sehr gefährlich sein, wenn sich so ein Loch auf einer Straße öffnet. Ich habe auf der Internetseite der „Welt“ einen Artikel darüber gefunden, sie können ihn hier lesen. Um das Tote Meer zu retten, hatten sich Israel zusammen mit Jordanien und der Palästinensischen Autonomiebehörde schon vor längerer Zeit auf den Bau eines Kanals geeinigt, der Wasser vom Roten Meer in das Tote Meer bringen soll. Aber bis jetzt ist daraus noch nichts geworden.

Wenn ich dann tatsächlich am Toten Meer gewesen bin, werde ich ein paar Aufnahmen mitbringen. Jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen und ruhigen Donnerstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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