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Palästinenser gibt zu, dass Christen wegen Moslems leiden

Der palästinensische Autonomiepolitiker Nihad Abu Ghosh gab zu, das die Christen nicht wegen Israel, sondern wegen der Moslems leiden.

Archivbild: Christen in Ramallah (Foto: Issam Rimawi/Flash90)

„Die Bevölkerungszahl der palästinensischen Christen sinkt drastisch und dies passiert nicht nur wegen der israelischen Besatzungsmacht, sondern wegen unserer IS-Dschihadisten-Kultur innerhalb der palästinensischen Bevölkerung“, unterstrich der palästinensische Autonomiepolitiker Nihad Abu Ghosh in seiner jüngsten Kolumne in der palästinensischen Zeitung Al-Hadath (17. April). Als Beispiel dafür nennt Abu Ghosh die islamischen Prediger in der Al-Aksa-Moschee, die ihre Gläubigen dazu aufrufen Kopfsteuer von palästinensischen Christen zu verlangen und diese zu ihren christlichen Feiertagen nicht zu begrüßen. Er warnte in seinem Artikel, dass wenn die palästinensischen Christen weiterhin so von ihren moslemischen Geschwistern im Volk behandelt werden, diese noch mehr aus Palästina auswandern werden, womit das pluralistische Image des palästinensischen Volkes befleckt wird.

Wie oft werfen palästinensische Kirchenführer und palästinensische Organisationen, darunter das

Bethlehem Bible College, das theologische Zentrum Sabeel, das christliche Versöhnungsprojekt Musallah und andere nur der israelischen Besatzungsmacht vor, für das Leid der palästinensischen Christen verantwortlich zu sein. Keiner dieser Organisationen wird jemals ihre eigene Palästinenserführung angreifen und diese öffentlich für das Leid der christlichen Minderheit kritisieren. Dies machte nun der Sprecher der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas (DFLP) Nihad Abu Ghosh vor vier Wochen.

Aus diesem Grund ruft Abu Ghosh, der ebenso Direktor für palästinensische Angelegenheiten in der Diaspora ist, sein Volk auf, die palästinensischen Christen in Palästina endlich in Schutz zu nehmen. Nicht vor den israelischen Soldaten, sondern vor ihren moslemischen Geschwistern. Abu Ghosh schlägt der Autonomieregierung vor, den palästinensischen Christen dringend beizustehen und eine Lösung zu finden. Es ist nicht nur die israelische Besatzungsmacht, die für die Auswanderung der palästinensischen Christen verantwortlich ist, sondern die islamische Mehrheit in den Palästinensergebieten. In den letzten 50 Jahren, seit der israelischen Eroberung im Jahr 1967, ist die Christenzahl laut Abu Ghosh innerhalb der palästinensischen Bevölkerung von 20% auf 2% heruntergefallen. Was Nihad Abu Ghosh öffentlich in seiner Kolumne schreibt, hören wir oft selbst von palästinensischen Christen im Land, die darüber nur anonym sprechen wollen. Palästinensische Christen, die in den Palästinensergebieten leben, kennen die Wahrheit und wissen, dass nicht die Juden ihre wahren Feinde sind, sondern der Islam. Aber dies wagen sich palästinensische Christen nicht öffentlich zuzugeben, es sei denn, sie leben bereits in der Diaspora, wie im lateinischen Südamerika.

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Patrick Callahan

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