„Die UNO ist eine parlamentarische Einrichtung, die von Diktaturen und nichtdemokratischen Ländern geleitet wird.“ Das erklärte Ron Prosor (Bild) zum Abschluss seiner vierjährigen Amtszeit als israelischer Botschafter bei den Vereinten Nationen in einem Fernsehinterview mit Kanal 2. „Schaut auf die Konflikte, die überall auf der Welt existieren. Spielt die UNO eine Rolle im Atomkonflikt mit dem Iran? Löst die UNO den Konflikt und Völkermord in Syrien?“, fragte Prosor.
Die UNO sitze nicht in der ersten Reihe, wenn es darum gehe, Konflikte zu lösen. Dies hänge mit der Zusammensetzung der Vereinten Nationen zusammen. Prosor sah sich als israelischer UN-Botschafter wie ein Akteur im israelischen Fernsehspiel „Einer gegen Hundert“ – Israel spielt gegen die übrigen hundert Länder.
„Es ist einfach unmöglich, dass eine Institution wie die UNO Israel jährlich in 20 Resolutionen verurteilt. Vielleicht beschäftigt sich gerade mal eine Resolution pro Jahr eine mit den IS-Dschihadisten oder Syrien.“ Im UN-Menschenrechtsrat gebe es einen speziellen Paragraphen, der nur für Israel gelte und genutzt werde, um Israel als Ursache allen Übels darzustellen. Im weiteren Gespräch erzählte Prosor, wie iranische und syrische Diplomaten in der UNO jedes Mal zwei Schritte zurückgingen, sobald er in ihre Nähe komme. „Sie haben Angst, aus Versehen in der Nähe eines Israelis gefilmt zu werden, denn dafür werden sie gefeuert.“
„Anstatt die Palästinenser zu einem Frieden mit Israel zu führen, hilft ihnen die UNO, den Friedenspfad zu verlassen. Je kräftiger die Palästinenser uns gegenüber Nein sagen, um so kräftiger stimmt die UNO ihnen mit Ja zu. Es wird Zeit, dass die UNO dem palästinensischen Zirkus in New York ein Ende macht.“ Aber Prosor versteht auch, dass in der so genannten Friedensorganisation andere Regeln gelten: „Von den 193 UN-Mitgliedstaaten sind 57 moslemische Länder.“ Seinem Nachfolger Danny Danon wünschte er dennoch viel Erfolg, um Israels Willen.
Foto: Shahar Azran




