Der Atom-Deal mit dem Iran ist denkbar schlecht. „Das Abkommen von Lausanne ebnet den Weg zur iranischen Atombombe“, kommentierte Benjamin Netanjahu. Die fünf UNO-Vetomächte und Deutschland sind anderer Meinung. Dort glaubt man an ein historisches Abkommen. Barack Obama schwärmt von einer historischen Vereinbarung.
Das Rahmenabkommen erlaubt dem Iran die Nutzung der Kernenergie, ohne Atomwaffen entwickeln zu können. Die Einzelheiten sollen bis Ende Juni ausgearbeitet sein. „Das Rahmenabkommen ist nichts weiter als eine Nebelwand“, erklärte dagegen Yigal Carmon vom Middle East Media Research Institute (MEMRI), der seit knapp 30 Jahren die arabische Presse verfolgt. In der israelischen Presse legte Carmon seine Erkenntnisse ausführlich dar.
„Washington und Teheran haben in Bezug auf das iranische Nuklearprogramm überhaupt kein Abkommen getroffen. Die Gemeinsame Erklärung von Lausanne haben die Iraner nur eine Pressemitteilung genannt. Dahinter verbergen sich Streitigkeiten zwischen dem Iran und den USA“, sagte Carmon, der seit Jahren die iranische Atomentwicklung beobachtet.




