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Abbas ordnet Verfahren wegen Mohammed-Zeichnung an

Es ist noch nicht einmal einen Monat her, da marschierte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen mit den Staatschefs der westlichen Welt durch Paris. Nach dem islamistischen Attentat auf das Satiremagazin Charlie Hebdo, das Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte, demonstrierten rund eine Million Menschen gemeinsam für die Pressefreiheit (Foto). Der selbe Mahmud Abbas ordnete nun eine Untersuchung gegen die palästinensische Zeitung Al Hayat al Dschadida an. Der Vorwurf: Abdruck einer Mohammed-Zeichnung.

Es ist noch nicht einmal einen Monat her, da marschierte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen mit den Staatschefs der westlichen Welt durch Paris. Nach dem islamistischen Attentat auf das Satiremagazin Charlie Hebdo, das Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte, demonstrierten rund eine Million Menschen gemeinsam für die Pressefreiheit (Foto). Der selbe Mahmud Abbas ordnete nun eine Untersuchung gegen die palästinensische Zeitung Al Hayat al Dschadida an. Der Vorwurf: Abdruck einer Mohammed-Zeichnung.

Die offizielle palästinensische Nachrichtenagentur WAFA meldete, Abbas habe eine „sofortige Untersuchung“ angeordnet. Der Palästinenserpräsident wird zitiert, man müsse „abschreckende Maßnahmen gegen den ergreifen, der für diesen schrecklichen Fehler verantwortlich ist.“ Es gehe um den Respekt vor heiligen religiösen Symbolen.

Die Tageszeitung Al Hayat al Dschadida ist ein offizielles Organ der palästinensischen Autonomiebehörde und erscheint in Ramallah. Am Sonntag hatte das Blatt eine Zeichnung des muslimischen Karikaturisten Mohammed Sabanneh abgedruckt. Es zeigt einen Sämann, der auf der Weltkugel steht und aus einem herzförmigen Beutel Saat verstreut – offenbar eine Art „Samen der Liebe“. Daneben findet sich der Schriftzug „Unser Prophet Mohammed“.

Der Islam verbietet Darstellungen des Propheten. Die Zeitung druckte mittlerweile auf ihrer Titelseite eine Entschuldigung ab.

Weitaus aggressiver und unbehelligt von Abbas gehen palästinensische Zeichner zu Werke, wenn es um den Staat Israel geht. So wollten sie bei der UNESCO eine Reihe von Postern als Weltkulturerbe registrieren lassen. Die Zeichnungen sind geprägt von Antisemitismus und Hass gegen den jüdischen Staat. Verherrlicht werden der bewaffnete Widerstand und der Terrorismus. Das war dann sogar der ansonsten eher israelkritischen Kulturorganisation der Vereinten Nationen zu viel. Irina Bokova, die bulgarische Generaldirektorin der UNESCO, schmetterte den Antrag der Palästinenser ab: Viele der Zeichnungen seien „völlig unakzeptabel“ und widersprächen den Werten der UNSECO, berichtet die Online-Zeitung Times of Israel.

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Patrick Callahan

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