Manche Beschreibungen der Endzeit sind sehr detailliert und erstaunlich aktuell. In jedem Jahrtausend haben Rabbiner sie für ihre Zeit interpretiert, und auch heute widmen sich jüdische Gelehrte in Synagoge und Vortragssaal dem Thema gern.
JESAJA HAT ES GESEHEN
Einer der größten Propheten, die über die Endzeit sprachen, war Jesaja. Er erlebte im 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung im Südreich Juda die Regierungszeiten von vier Königen: Usija, Jotam, Ahas und Hiskia. In seine Lebenszeit fiel eine der größten Krisen der jüdischen Geschichte, nämlich der Aufstieg des assyrischen Weltreichs, die Zerstörung des nördlichen Partnerreichs Israel (722 v. Chr.) und die dramatische Belagerung Jerusalems (701 v. Chr.), welche die Stadt knapp überstand.
Jesajas Schriften sprechen über den Abfall von Gott und seiner Thora, sie sprechen von Gottes Zorn, aber auch von der Wiederherstellung des Volkes und der glücklichen Zeit, die darauf folgen wird. Für das bedrückte jüdische Volk waren seine Worte während des langen Exils ein unbezahlbarer Trost. Abschnitte der optimistischen Kapitel werden noch heute regelmäßig in der Synagoge gelesen. KRIEG GEHT DER ERLÖSUNG...
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