Laut einer neuen Umfrage der Quinnipiac University geben amerikanische Wähler an, mit einer knappen Mehrheit mehr mit den Palästinensern als mit den Israelis zu sympathisieren – eine bemerkenswerte Kehrtwende gegenüber der öffentlichen Meinung unmittelbar nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023.
38 Prozent der registrierten Wähler gaben an, dass ihre Sympathien eher bei den Palästinensern liegen, verglichen mit 35 Prozent, die sich für die Israelis entschieden. Der Abstand von drei Prozentpunkten liegt innerhalb der Fehlermarge der Umfrage von 3,9 Prozentpunkten, doch laut Quinnipiac handelt es sich dabei um den höchsten Wert für die Palästinenser und den niedrigsten für die Israelis seit Beginn der Erhebung im Jahr 2001.
Für die Umfrage wurden vom 3. bis 6. September landesweit 970 registrierte Wähler befragt.
In den Wochen nach dem 7. Oktober, als Hamas-Terroristen im Süden Israels rund 1.200 Menschen ermordeten und 251 weitere entführten, stellte Quinnipiac fest, dass 61 % der Wähler eher mit den Israelis und 12 % mit den Palästinensern sympathisierten. Israels Ansehen hat sich im Zuge des anhaltenden Gaza-Kriegs stetig verschlechtert.
Besonders ausgeprägt ist dieser Wandel bei den Demokraten und den Unabhängigen. Bei den Demokraten standen 62 % auf der Seite der Palästinenser und 13 % auf der Seite der Israelis, bei den Unabhängigen waren es 40 % zu 29 %. Die Republikaner blieben stark pro-israelisch eingestellt: 64 % identifizierten sich eher mit den Israelis und 13 % mit den Palästinensern.
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Die Umfrage ergab zudem, dass 48 % der Wähler der Meinung sind, die Vereinigten Staaten würden Israel zu sehr unterstützen. Diese Ansicht teilten 67 % der Demokraten und 57 % der Unabhängigen. Unter den Republikanern gaben 68 % an, Washingtons Unterstützung für den jüdischen Staat sei in etwa angemessen.
Die Zahlen spiegeln den Erfolg einer anhaltenden Kampagne wider, die Israel – und nicht die Hamas – in den Mittelpunkt der öffentlichen Empörung über den Krieg gerückt hat. Die Hamas hat den Konflikt ausgelöst und hat ihre militärische Infrastruktur in die Zivilbevölkerung des Gazastreifens eingebettet. Dennoch werden die politischen Kosten des Krieges in der amerikanischen öffentlichen Meinung zunehmend von Israel getragen.
Das Ergebnis ist eine sich verschärfende parteipolitische und generationsübergreifende Herausforderung für das Bündnis zwischen den USA und Israel, während Israel weiterhin in eine umfassendere regionale Konfrontation mit dem Iran und dessen terroristischen Stellvertretern verwickelt ist.




