(JNS) Einen militärischen oder nachrichtendienstlichen Hintergrund zu haben, garantiert keineswegs politische Neutralität oder korrekte Schlussfolgerungen. Das wurde sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Israel immer wieder unter Beweis gestellt. Und das gilt besonders für den jüdischen Staat, wo die Führung seiner Volksarmee seit ihren Ursprüngen in der Vorstaatszeit stets mit Politik verwoben war. Und das scheint auch für jene zu gelten, die in seinem Nachrichtendienstestablishment Schlüsselrollen gespielt haben.
Deshalb sollten erfahrene Beobachter den Brief, den eine Gruppe von 550 pensionierten israelischen hochrangigen Militär- und Geheimdienstoffizieren unter dem Deckmantel einer Gruppe namens Commanders for Israel’s Security (CIS) an Präsident Donald Trump geschickt hat, mit einer ordentlichen Portion Skepsis betrachten. Das Ziel des Schreibens ist es, dass die Vereinigten Staaten Druck auf die israelische Regierung ausüben. Die Unterzeichner wollen, dass Washington Jerusalem dazu drängt, gegen das durchzugreifen, was sie eine „wachsende Welle jüdischer Siedlerterror-Aktivität“ nennen. Sie behaupten, die Folgen davon würden größer sein als die des Massakers vom 7. Oktober 2023 und des darauffolgenden Krieges. Es geht nur um Politik
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