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Makkabiah in Jerusalem eröffnet – Herzog setzt Zeichen gegen Antisemitismus

Mehr als 8.000 Sportler aus rund 55 Ländern nehmen an der weltweit größten jüdischen Sportveranstaltung teil. Präsident Herzog bezeichnet die Makkabiah als Zeichen jüdischer Stärke und des Zusammenhalts in einer Zeit zunehmenden Antisemitismus.

Die israelische Delegation bei der Eröffnungsfeier der 22. Makkabiah-Spiele im Teddy-Stadion in Jerusalem. Mehr als 8.000 Sportler aus rund 55 Ländern nehmen an den diesjährigen Spielen teil. Jerusalem, 1. Juli 2026. Foto: Danny Maron/Flash90.

Mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie im Teddy-Stadion in Jerusalem haben am Mittwochabend die 22. Makkabiah-Spiele begonnen. Vor Tausenden Athleten und Gästen aus aller Welt rief Staatspräsident Isaac Herzog dazu auf, dem weltweit zunehmenden Antisemitismus mit Stolz und Geschlossenheit zu begegnen.

„Willkommen in eurem zweiten Zuhause“, sagte Herzog zu den Teilnehmern. Das gemeinsame Zusammenkommen in Jerusalem erfülle Israel mit Stolz und verleihe der Veranstaltung eine besondere Kraft. Die Makkabiah sei „ein Ausdruck jüdischer Stärke“, der eine Botschaft der Partnerschaft und der Entschlossenheit an das jüdische Volk und die Welt sende. „Angesichts des wachsenden Antisemitismus entzünden wir die Fackel der Makkabiah“, erklärte der Präsident.

Israels Staatspräsident Isaac Herzog und seine Ehefrau Michal verfolgen die Eröffnungsfeier der 22. Makkabiah-Spiele im Teddy-Stadion in Jerusalem, 1. Juli 2026. Foto: Haim Zach/GPO.

Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wandte sich per Videobotschaft an die Teilnehmer. Mit Blick auf den weltweit zunehmenden Judenhass rief er die Sportler dazu auf, selbstbewusst zu ihrer jüdischen Identität zu stehen. „Die Menschen respektieren nur diejenigen, die sich selbst respektieren“, sagte Netanjahu. „Angesichts des Antisemitismus: Steht aufrecht!“

Die diesjährige Makkabiah steht unter dem Motto „More Than Ever“ („Mehr denn je“). Ursprünglich sollten die Spiele bereits im Sommer 2025 stattfinden, wurden jedoch aufgrund des Krieges mit dem Iran verschoben. Die Organisatoren verstehen die Veranstaltung deshalb nicht nur als internationales Sportfest, sondern auch als Symbol für die Widerstandskraft des jüdischen Volkes nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und den darauffolgenden Kriegen.

Nach offiziellen Angaben nehmen mehr als 8.000 Athleten aus rund 55 Ländern an den diesjährigen Spielen teil. Ursprünglich hatten die Organisatoren mit rund 10.000 Teilnehmern aus 60 Ländern gerechnet. Nach der kriegsbedingten Verschiebung der Makkabiah und einzelnen Absagen fällt die Veranstaltung zwar etwas kleiner aus als zunächst geplant, bleibt jedoch die größte jüdische Sportveranstaltung der Welt. In den kommenden zwei Wochen treten die Sportler in 45 Sportarten gegeneinander an.

Die Makkabiah wurde erstmals 1932 in Tel Aviv ausgetragen – noch vor der Gründung des Staates Israel – und findet seit 1953 im Vierjahresrhythmus statt. Sie steht jüdischen Sportlern aus aller Welt sowie allen israelischen Staatsbürgern unabhängig von ihrer Religion offen. Damit verbindet sie sportlichen Wettbewerb mit der Stärkung der Beziehungen zwischen Israel und den jüdischen Gemeinden der Diaspora.

Gerade vor dem Hintergrund des weltweit zunehmenden Antisemitismus und der anhaltenden Sicherheitsbedrohungen erhält die diesjährige Makkabiah eine besondere symbolische Bedeutung. Während jüdische Gemeinden in vielen Ländern verstärkt Anfeindungen und Übergriffen ausgesetzt sind, kommen in Jerusalem Tausende jüdische Sportler aus aller Welt zusammen. Für Israel ist die Makkabiah deshalb weit mehr als ein Sportereignis – sie ist ein sichtbares Zeichen für die Lebenskraft des jüdischen Volkes und die enge Verbundenheit zwischen Israel und der Diaspora.

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Patrick Callahan

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