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Hisbollah-„Journalistin“ getötet – Libanon erhebt Vorwürfe

Die jüngste Anschuldigung gegen Israel bricht bei näherer Betrachtung in sich zusammen: Ziel war ein mit der Hisbollah verbundener Konvoi, der von einem bekannten Hisbollah-Standort aufbrach – nicht ein angegriffener Pressekonvoi.

Libanon
Israelische Soldaten im Einsatz im Südlibanon. Foto: IDF-Sprecher

Libanesische Vertreter und Hisbollah-nahe Medien werfen Israel erneut vor, „Journalisten gezielt anzugreifen“. Die Fakten deuten jedoch auf etwas weitaus weniger Sympathisches und zugleich Vertrautes hin: Akteure, die eine bekannte Hisbollah-Einrichtung verlassen, in eine eingeschränkte Kampfzone eindringen und sich israelischen Truppen auf eine Weise nähern, die von der israelischen Armee als unmittelbare Bedrohung eingestuft wurde.

Nach Angaben der israelischen Armee identifizierten Soldaten am Mittwoch zwei Fahrzeuge, die von einer militärischen Struktur der Hisbollah im Südlibanon aus aufbrachen. Die Insassen überquerten die Forward Defense Line – ein Gebiet, dessen Karten bereits veröffentlicht und im Rahmen der Waffenstillstandsvereinbarung evakuiert worden waren – und bewegten sich auf israelische Kräfte zu. Eines der Fahrzeuge wurde daraufhin von der israelischen Luftwaffe angegriffen. Das Gebäude, aus dem die Akteure hervorgegangen waren, wurde kurz darauf ebenfalls getroffen.

Erst später tauchten Berichte auf, wonach zwei als Journalisten bezeichnete Personen verletzt worden seien, darunter Amal Khalil von der offen Hisbollah-freundlichen Zeitung Al-Akhbar, die später als tot gemeldet wurde.

Diese Abfolge ist entscheidend.

Israel hat nicht einfach beschlossen, ein Medienteam zu bombardieren. Dem Angriff ging die Identifizierung einer bedrohlichen Bewegung von einem militärischen Hisbollah-Standort aus, durch Personen, die sich innerhalb einer klar abgegrenzten Sperrzone bewegten. Mit anderen Worten: Entscheidend ist nicht die nachträgliche Bezeichnung eines der Opfer in den Schlagzeilen, sondern der operative Kontext, in dem der Angriff erfolgte.

Und genau dieser Kontext ist für die bevorzugte Darstellung Libanons höchst unbequem.

Das moderne Schlachtfeld hat die klare Trennung, auf der Aktivisten und wohlwollende Medien beharren, längst aufgehoben. Die Hisbollah und die Hamas setzen nicht nur Raketen, Tunnel und bewaffnete Kämpfer ein. Sie nutzen auch Kameras, Pressewesten und narrative Kriegsführung. Ihre Propagandisten sind keine neutralen Beobachter außerhalb des Konflikts, sondern häufig eingebettete Akteure innerhalb desselben.

Westliche Streitkräfte haben dies bereits erkannt. Koalitionstruppen haben gezielt Medienakteure des IS ins Visier genommen, da Propaganda zu Recht als Teil der terroristischen Infrastruktur betrachtet wurde und nicht als geschützter Journalismus. Israel bewertet Hisbollah- und Hamas-nahe Medienfiguren in ähnlicher Weise: nicht als legitime Journalisten im professionellen Sinne, sondern als Informationsakteure im Dienst bewaffneter islamistischer Bewegungen.

Das bedeutet nicht, dass jede Person mit Kamera ein legitimes Ziel ist. Es bedeutet jedoch, dass der Begriff „Journalist“ keine automatische Immunität verleiht, wenn sich jemand gemeinsam mit Hisbollah-nahen Elementen von einer Hisbollah-Einrichtung aus in eine aktive Gefahrenzone bewegt.

Libanon kann routinemäßig „Kriegsverbrechen“ rufen. Doch die zugrunde liegende Behauptung – Israel habe Journalisten allein wegen ihres Berufs gezielt angegriffen – wirkt weniger wie Berichterstattung als vielmehr wie die nächste Episode in der Medienstrategie der Hisbollah.

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Patrick Callahan

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