Israel erlebt weiterhin eine Welle iranischer Raketenangriffe, die sich erneut gegen zivile Ziele richten und weitere Todesopfer fordern. In der Nacht zum Mittwoch kamen dabei ein ausländischer Arbeiter in Zentralisrael sowie mehrere palästinensische Frauen im Raum Hebron ums Leben.
Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom (MDA) wurde in dem zentralisraelischen Moshav Adanim ein etwa 30-jähriger ausländischer Arbeiter durch Raketensplitter tödlich verletzt. Die Einsatzkräfte fanden ihn ohne Lebenszeichen vor und konnten nur noch seinen Tod feststellen.
Nur etwa eine Stunde zuvor hatte ein weiterer Angriff im Süden von Judäa tödliche Folgen. In dem arabischen Ort Beit Awwa im Raum Hebron trafen Raketenteile eine Metallstruktur, die als Frauenfriseursalon genutzt wurde. Die offizielle palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete unter Berufung auf den Palästinensischen Roten Halbmond, dass mindestens drei Frauen getötet und 13 weitere Menschen verletzt wurden, zwei davon schwer.

Die jüngsten Vorfälle unterstreichen erneut die Reichweite und Gefährlichkeit der iranischen Angriffe. Seit Beginn des offenen Konflikts zwischen Israel und der Islamischen Republik am 28. Februar wurden nach israelischen Angaben mindestens 21 Menschen getötet – allesamt Zivilisten.
Bereits in der Nacht zuvor war es zu einem besonders schweren Vorfall im Großraum Tel Aviv gekommen. In der Stadt Ramat Gan wurde ein älteres Ehepaar getötet, als eine Rakete ihr Wohnhaus traf. Die Opfer, Yaron und Ilana Moshe, beide in ihren 70er-Jahren, wurden unter den Trümmern ihres Hauses gefunden.
Israels Sicherheitskreise betonen, dass die Angriffe nicht nur militärische Ziele betreffen, sondern gezielt auch dicht besiedelte Wohngebiete erreichen. Die hohe Zahl an Splitterverletzungen deutet darauf hin, dass die eingesetzten Raketen darauf ausgelegt sind, großflächige Schäden zu verursachen.
Gleichzeitig zeigen die Ereignisse in Beit Awwa, dass die Auswirkungen der Angriffe nicht auf israelische Bürger beschränkt sind. Auch palästinensische Bewohner in Judäa und Samaria geraten zunehmend in den Wirkungsbereich der iranischen Raketen – ein Umstand, der die Realität dieses Krieges zusätzlich verdeutlicht.




