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Fidschi: Ein pazifischer Verbündeter, dem Israel vertrauen kann

Für jüdische Führungskräfte, die es gewohnt sind, Verbündete nach ihrer Größe oder strategischen Nützlichkeit zu beurteilen, ist dies eine Erinnerung daran, dass prinzipielle Unterstützung für Israel oft aus unerwarteten Quellen kommt.

Fidschis erster Botschafter in Israel, Jesoni Vitusagavulu, wird in Jerusalem von Israels Präsident Isaac Herzog empfangen. Foto: Ma'ayan Toaf/GPO

(JNS) Wenn Israel im April dieses Jahres seine Botschaft in der fidschianischen Hauptstadt Suva wiedereröffnet, mögen manche diesen Schritt als reine diplomatische Routine betrachten, als die Eröffnung einer weiteren formellen diplomatischen Vertretung. Das wäre jedoch ein Irrtum.

Die Entscheidung, über die zuerst die Zeitung Fiji Sun am 21. Januar berichtete, ist nicht nur ein bürokratischer oder politischer Schritt. Sie sagt etwas Wichtiges darüber aus, wie Israel Loyalität belohnt und wie kleine Staaten in einer Welt, die dem jüdischen Staat zunehmend feindlich gegenübersteht, echte moralische Handlungsfähigkeit ausüben können.

Fidschi ist kein Land, das normalerweise die Schlagzeilen der Welt dominiert. Das im Südpazifik, fast 10.000 Kilometer von Jerusalem entfernt gelegene Inselreich hat rund 900.000 Einwohner, die sich auf mehr als 330 Inseln verteilen. Es ist geografisch abgelegen, wirtschaftlich bescheiden und weit entfernt von den täglichen Unruhen im Nahen Osten, was seine beständige Freundschaft zu Israel umso bemerkenswerter macht. Die Unterstützung Fidschis entspringt nicht der Nähe oder dem Druck, sondern einer bewussten Entscheidung.

Im September traf Fidschi eine stille, aber folgenreiche Entscheidung und eröffnete eine Botschaft in Jerusalem. In einer Zeit, in der viele Länder die Hauptstadt Israels immer noch wie radioaktiven Abfall behandeln – aus Angst vor Gegenreaktionen von Blöcken, Aktivisten oder arabischen Ländern –, entschied sich Fidschi für Anerkennung statt ritualisierter Zweideutigkeit. Dabei war sich das Land bewusst, dass Kritik folgen würde.

Israel nahm dies zur Kenntnis.

Die Unterstützung Fidschis begann nicht mit der Entscheidung, eine Botschaft in Jerusalem zu eröffnen, und sie beschränkt sich auch nicht auf Symbolik. Seit Jahren weigert sich das Land, sich an den automatischen Mehrheiten zu beteiligen, die die UN-Abstimmungen über Israel dominieren. Während andere Israel als bequemen Prügelknaben behandeln, oft ohne die ihnen vorgelegten Resolutionen überhaupt zu lesen, hat Fidschi häufig mit Israel gestimmt oder sich der Stimme enthalten, wenn es die Fairness erforderte.

Dieses Verhalten ist von Bedeutung. In einer Institution wie den Vereinten Nationen, wo Legitimität eher durch Zahlen als durch Substanz hergestellt wird, hat jede abweichende Stimme ein Gewicht, das weit über ihre Größe hinausgeht.

Dies ist keine Blockpolitik. Fidschi ist weder Teil eines westlichen Bündnisses noch von israelischer Hilfe abhängig. Seine Entscheidungen werden von einer Weltanschauung geprägt, die auf Souveränität, Glauben und gelebter Erfahrung basiert. Als kleiner Staat, der um politische Stabilität gekämpft hat, versteht Fidschi einige der Herausforderungen, denen Israel gegenübersteht, sehr gut.

Insbesondere das amerikanische Judentum sollte die Geste Fidschis zur Kenntnis nehmen. In einer Zeit, in der viele große und einflussreiche Länder sich absichern, ausweichen oder sich hinter diplomatischen Standardformulierungen verstecken, hat sich eine kleine Pazifiknation ohne jüdische Lobby und ohne innenpolitische Anreize für Klarheit statt Bequemlichkeit entschieden. Die Unterstützung Fidschis ist nicht durch Spenden, Druck oder Nähe motiviert. Sie ist freiwillig und hat gerade deshalb ein größeres moralisches Gewicht.

Für jüdische Führungskräfte, die es gewohnt sind, Verbündete nach ihrer Größe oder strategischen Nützlichkeit zu beurteilen, ist Fidschi ein Beispiel dafür, dass prinzipielle Unterstützung für Israel oft aus unerwarteten Quellen kommt.

Und deshalb sollte Israel die Wiedereröffnung seiner Botschaft in Fidschi nicht als Höhepunkt der Beziehungen betrachten, sondern als Ausgangspunkt. Eine Vertiefung der Zusammenarbeit in den Bereichen Landwirtschaft, Sicherheitstraining und Katastrophenvorsorge würde die Partnerschaft langfristig festigen und signalisieren, dass prinzipielle Freunde nicht nur gedankt, sondern auch unterstützt werden.

Es gibt auch eine umfassendere strategische Logik. Die Pazifikinseln sind zu einem zunehmend umkämpften Schauplatz geworden, der von China aggressiv umworben und von Europa ignoriert wird. Die Präsenz Israels in Fidschi stärkt seine Präsenz in der Region und festigt die Beziehungen zu Ländern, die bereits ihre Bereitschaft zu unabhängigem Denken unter Beweis gestellt haben.

Aber die Beziehung wird nicht nur von Strategie bestimmt.

Fidschi ist eine zutiefst christliche Gesellschaft, und seine Verbindung zu Israel ist mehr als nur geopolitisch geprägt. Die Kenntnis der Bibel prägt die öffentliche Kultur und das politische Bewusstsein. Israel wird nicht als Abstraktion oder Slogan betrachtet, sondern als ein reales Land mit historischer und spiritueller Bedeutung. Diese Grundlage – so unmodern sie in einigen westlichen Kreisen auch sein mag – hat zu Beständigkeit geführt.

Es wird Kritiker geben. Einige werden argumentieren, dass Fidschis Annäherung an Israel naiv oder überholt ist. Andere werden darauf bestehen, dass kleine Staaten sich zurückhalten und dem Konsens folgen sollten. Dieses Argument verkennt sowohl Suva als auch Jerusalem.

In der Außenpolitik Fidschis ging es nie darum, sich dem internationalen Gruppendenken zu unterwerfen. Es ging immer um Autonomie. Und Israel ist sich trotz seiner Macht sehr bewusst, wer zu ihm steht, wenn es etwas kostet, sich zu engagieren.

Die Wiedereröffnung der Botschaft des jüdischen Staates ist daher nicht nur eine zeremonielle Angelegenheit. Sie ist ein Signal an Freunde und Gegner gleichermaßen, dass Israel zwischen denen unterscheidet, die Lippenbekenntnisse abgeben, und denen, die handeln.

Fidschi stand zu Israel, als dies mit Kosten verbunden war. Im heutigen diplomatischen Klima kann und wird es allein dadurch hervorstechen.

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Patrick Callahan

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