Naher Osten

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Über 25 Staaten treffen sich in Katar zur Planung einer internationalen Stabilisierungstruppe für Gaza

Eine internationale Konferenz soll in Doha stattfinden, um Details einer geplanten International Stabilization Force (ISF) für den Gazastreifen zu erörtern – rund 25 Nationen wollen teilnehmen, die Truppe könnte bereits in den kommenden Monaten stationiert werden.

Hochrangige Militär- und Verteidigungsführer aus den USA, Katar, Italien, Großbritannien, Frankreich und der Türkei während der Live-Feuer-Demonstration im Rahmen der Übung „Ferocious Falcon 6” im Zuständigkeitsbereich des US-Zentralkommandos (CENTCOM) am 20. November 2025. Foto: Senior Master Sgt. Richard P. Ebensberger/US Air Force Photo.
Hochrangige Militär- und Verteidigungsführer aus den USA, Katar, Italien, Großbritannien, Frankreich und der Türkei während der Live-Feuer-Demonstration im Rahmen der Übung „Ferocious Falcon 6” im Zuständigkeitsbereich des US-Zentralkommandos (CENTCOM) am 20. November 2025. Foto: Senior Master Sgt. Richard P. Ebensberger/US Air Force Photo.

Vertreter mehrerer Dutzend Länder werden sich am 16. Dezember 2025 in Katar treffen, um über die Zusammensetzung, Führung und Aufgaben einer International Stabilization Force (ISF) für Gaza zu beraten. Die Initiative steht im Rahmen der zweiten Phase des Waffenstillstands- und dem US-geleiteten Friedensplan.

Die Konferenz wird vom U.S. Central Command geleitet, und die internationalen Teilnehmer sollen über Struktur, Personal, Unterbringung, Ausbildung und Einsatzregeln der Truppe diskutieren – sie gilt als mögliche Schlüsselkomponente für eine nachhaltige Friedens- und Sicherheitsarchitektur in Gaza.

Vorbereitung einer internationalen Gaza-Stabilisierungsstreitkraft

Nach Angaben mehrerer Länder werden mehr als 25 Staaten Delegierte nach Doha entsenden, um die Errichtung einer International Stabilization Force (ISF) zu planen, die noch im frühen Jahr 2026 in Teilen des Gazastreifens stationiert werden könnte. Die Konferenz soll am 16. Dezember 2025 beginnen und richtet sich primär an militärische und zivile Führungskräfte, die über Struktur und Aufgaben der Truppe beraten sollen.

Diskutiert werden dabei nicht nur die Größe und Zusammensetzung der Streitmacht, sondern auch die Kommandostruktur, Unterbringung der Kräfte vor Ort, Ausbildungsprogramme und vor allem die Einsatzregeln – ein zentraler Streitpunkt bleibt, wie eine solche Force agieren soll, ohne selbst als Konfliktpartei aufzutreten. In diesem Kontext ist noch unklar, wie die ISF Hamas zur Entwaffnung bewegen oder deren terroristische Infrastruktur neutralisieren kann, ohne selbst in Kämpfe verwickelt zu werden.

Ein amerikanischer General wird als möglicher Leiter der Truppe gehandelt, konkrete Personalentscheidungen stehen aber noch aus. Außerdem hat Indonesien öffentlich erklärt, dass es bereit sei, bis zu 20 000 Einsatzkräfte bereitzustellen, die primär humanitäre, gesundheitliche und bautechnische Aufgaben übernehmen könnten – ergänzt durch weitere Beiträge anderer Staaten.

Kontext: Waffenstillstand, Phase 2 des Friedensplans und politische Rahmenbedingungen

Die Konferenz fällt in die Phase 2 des Waffenstillstands- und Friedensprozesses, der nach einem mehrjährigen Krieg im Gazastreifen in Kraft getreten ist. Der Waffenstillstand, der am 10. Oktober 2025 in Kraft trat, sah die Rückkehr aller noch lebenden und verstorbenen Geiseln als erste Phase vor; in der zweiten Phase soll nach dem Willen der Beteiligten die Demilitarisierung der Hamas folgen. Eine internationale Stabilisierungsgruppe wie die ISF könnte Teile dieser Mission flankieren, indem sie Sicherheit schafft und staatliche Strukturen stärkt.

Die IDF hält etwa 53 % des Gazastreifens, wobei die sogenannte Gelben Line den kontrollierten Bereich von jenem trennt, das bislang unter direktem palästinensischen Einfluss steht. Diese Linie ist relevant für die künftige Rolle einer internationalen Force, da sie dort operieren könnte, wo israelische Truppen derzeit präsent sind, begleitet von einem schrittweisen Rückzug im Zuge der Demilitarisierung.

Der UN-Sicherheitsrat hat mit Resolution 2803 die Schaffung eines Board of Peace, unter Leitung des US-Präsidenten, beauftragt; dieser Rat soll die internationale Stabilisierungstruppe mit definieren. Präsident Donald Trump kündigte an, Anfang 2026 bekanntzugeben, welche Staats- und Regierungschefs im Board of Peace vertreten sein werden.

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Patrick Callahan

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