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Countdown zur Freiheit: Israel hofft auf baldige Freilassung der letzten Geiseln

Nach Zustimmung Hamas’ zu Teilen des US-Friedensplans soll die Freilassung der letzten 48 Geiseln unmittelbar bevorstehen – unter dem Schutz israelischer Sicherheit.

Der militärische Druck auf die Hamas hat zu den Verhandlungen geführt. Tsafrir Abayov/FLASH90
Der militärische Druck auf die Hamas hat zu den Verhandlungen geführt. Tsafrir Abayov/FLASH90

Israel sieht sich am Rande einer historischen Wende: Premierminister Benjamin Netanjahu kündigte am Samstag an, dass die Freilassung der verbliebenen 48 Geiseln bereits in den kommenden Tagen erfolgen könne – idealerweise schon während des Sukkot-Festes. Hamas habe Teile des von den USA vermittelten Plans akzeptiert und signalisiert, unter bestimmten Bedingungen bereit zu sein, den Austausch zu vollziehen.

 

Technische Vorbereitungen & diplomatische Schritte

Netanjahu erklärte, er habe seine Verhandlungsgruppe – angeführt von Strategieminister Ron Dermer – angewiesen, die technischen Details für die Freilassung abzuschließen.

Der Plan sieht vor, dass Israel trotz der Freilassung der Geiseln im Gazastreifen präsent bleibt – zumindest in Schlüsselgebieten mit strategischer Bedeutung.

Gleichzeitig will Israel mit Waffenstillstand, Rückzugsetappen und humanitären Zugeständnissen Verhandlungsdruck auf Hamas ausüben.

Netanjahu betonte, dass bislang bereits 207 Geiseln freigelassen worden seien und dass sich das Kräfteverhältnis im diplomatischen Raum zugunsten Israels verschoben habe: „Hamas ist isoliert“, so sein Einschub.

 

Chancen, Bedingungen und innenpolitische Spannungen

Die Aussicht auf eine schnelle Freilassung weckt Euphorie in Israel – doch sie hängt von der Umsetzung auf Feldbedingungen ab. Hamas fordert, dass „Feldbedingungen“ erfüllt werden, bevor der Austausch startet.

Kritiker wie Finanzminister Bezalel Smotrich warnten, ein defensives Verhalten könne Israels Verhandlungsposition schwächen, besonders bei langfristigen Zielen wie der Entmilitarisierung Gazas.

Quellen aus dem Umfeld von Itamar Ben-Gvir, dem Minister für Nationale Sicherheit und schärfsten Kritiker von Trumps Vorschlag innerhalb der Koalition, sagten, seine Partei Otzma Yehudit könne kein Abkommen unterstützen, das die Hamas in Gaza bestehen lässt.

Ben-Gvir, der Berichten zufolge nach dem Sabbat zusammen mit Smotrich ins Büro des Premierministers bestellt worden war, teilte Netanjahu mit, dass er zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus der Regierung austreten werde, berichteten die Quellen gegenüber Reportern.

„Der aktuelle Vorschlag sieht die Freilassung aller Geiseln vor, was noch nie zuvor geschehen ist“, so die Quellen. „Er wird dem Premierminister sagen: Wenn die Hamas weiterhin existiert, offiziell oder unter einem anderen Deckmantel, ist das eine rote Linie, und wir werden nicht Teil der Regierung bleiben.“

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Patrick Callahan

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