EINLEITUNG: Eine künstlerische Chronik über die Entstehungsgeschichte Tel Avivs
In der Lobby des Shalom Meir Towers in Tel Aviv hängt ein monumentales Kunstwerk – halb Chronik, halb Hommage an Israels erste hebräische Stadt. Das lebhaft gestaltete Mosaik von Nachum Gutman, das 1966–1967 an der westlichen Wand der Eingangshalle installiert wurde, zeichnet die Entwicklung Tel Avivs von den Sanddünen zur blühenden Metropole in einer meisterhaften Mischung aus Erinnerung, Symbolik und akribischer Detailarbeit nach.
Es ist ein historisches Meisterwerk – und zugleich fast vergessen. Die meisten Menschen, die den Turm betreten, passieren es beiläufig im Vorübergehen. Es liegt nicht nur im Schatten einer bewegten Geschichte, es ist auch wie eingelagert verborgen im Halblicht der Lobby – zwischen glänzendem Steinfliesenboden und dem unablässigen Strom von Büroangestellten, Kunden, Gästen, Besuchern und Wartenden. Man hat sich im Trubel des Alltags schnell an den Anblick gewöhnt, ohne sich vielleicht je gefragt zu haben, was sich hinter dem Mosaik verbirgt.
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