Nach zehn Monaten Konflikt hat Israel eine entscheidende Lehre gezogen: die Notwendigkeit, kritische Waffen für die israelischen Streitkräfte im eigenen Land herzustellen und zu entwickeln. In der Vergangenheit hat Israel einige dieser Waffen aus dem Ausland bezogen, hauptsächlich aus den Vereinigten Staaten.
Israel Hayom hat von der Entscheidung erfahren, schwere Bomben für die israelische Luftwaffe im Inland zu entwickeln und herzustellen, darunter auch 1-Tonnen-Bomben, die den amerikanischen MK-84 ähneln, deren Lieferung seit Monaten auf direkten Befehl des Weißen Hauses eingestellt wurde.
Das Verteidigungsministerium strebt die Aufrechterhaltung minimaler Produktionslinien im Laufe der Zeit an, um bei Bedarf eine schnelle Aufstockung zu ermöglichen, und fördert gleichzeitig die Beschaffung gepanzerter Kampffahrzeuge für die israelischen Streitkräfte.
Die Entwicklung und Produktion der neuen Bomben wird voraussichtlich zwei bis drei Jahre dauern. Während die US-Regierung die Lieferung schwerer Bomben an die israelische Luftwaffe noch nicht genehmigt hat, berichten Sicherheitsquellen gegenüber Israel Hayom, dass eine Lösung in Sicht ist.
Vor kurzem gab Israel Hayom bekannt, dass die Vereinigten Staaten damit begonnen haben, Israel mit 500-Pfund-MK-83-Bomben zu beliefern, eine Lieferung, die vor Ausbruch des Krieges viele Monate lang zurückgehalten worden war.
Umfassende Initiative
Das Verteidigungsministerium weitet auch die inländische Produktion zusätzlicher Rüstungsgüter aus, darunter Panzermunition (die weltweit knapp ist) und 155-mm-Granaten. Das Ministerium kündigte kürzlich umfangreiche Beschaffungsabkommen an, darunter einen 1,5 Milliarden Schekel (400.000 Euro) schweren Vertrag mit Elbit über den Erwerb von Munition und die Errichtung einer neuen Spezialfabrik im Süden Israels.
Der Generaldirektor des Verteidigungsministeriums, Generalmajor (a. D.) Eyal Zamir, bezeichnete dies als „einen groß angelegten strategischen Schritt, der sicherstellen soll, dass die Kriegsmaschinerie der israelischen Streitkräfte weiter ausgebaut wird. Wir investieren und werden weiterhin zig Milliarden in den Aufbau von Infrastruktur und Fähigkeiten, die Erweiterung von Produktionslinien, die Einrichtung neuer Linien und den Kauf von Lagerbeständen investieren, um die Unabhängigkeit der Produktion zu festigen.“
Das Verteidigungsministerium hatte bereits einen weiteren Vertrag mit Elbit Systems über den Kauf von Iron-Sting-Mörsergranaten für 815 Millionen Schekel (216 Millionen US-Dollar) bekannt gegeben. Diese Präzisionsmörsergranaten kombinieren Laser- und GPS-Steuerung. Die Verteidigungsbehörde plant, im Laufe der Zeit minimale Produktionslinien aufrechtzuerhalten, um die Fähigkeit zu erhalten, die Produktion bei Bedarf hochzufahren.
Produktionssteigerung
Es gibt auch Pläne, die Beschaffung von gepanzerten Kampffahrzeugen für die israelischen Streitkräfte zu erhöhen, darunter Merkava-Panzer und Schützenpanzer, die sich im Kampf bewährt haben. Diese Erhöhung ist auf die Notwendigkeit zurückzuführen, eine zusätzliche neue Division einzurichten.
Vor dem Krieg wurden pro Jahr etwa 24 Panzerfahrzeuge hergestellt; diese Produktionsrate soll nun erhöht werden. Sobald es möglich ist, wird außerdem ein umfassender Rehabilitations- und Wartungsprozess für die von den israelischen Streitkräften während des Krieges eingesetzten Panzerfahrzeuge eingeleitet.
Darüber hinaus warten die israelischen Streitkräfte auf die Genehmigung des Ministerausschusses für die Beschaffung eines F-15-Geschwaders aus den USA und neuer Schiffe der Reshef-Klasse für die israelische Marine. Die unabhängige Entwicklung fortschrittlicher Munition wird die strategische Unabhängigkeit Israels stärken. Verteidigungsexperten warnen jedoch davor, dass dieser Prozess sowohl kostspielig als auch zeitaufwendig sein werde.




