„Wir werden bis zum Tag des Jüngsten Gerichts im Krieg sein“

Palästinenser in Ost-Jerusalem sagen, dass Israel alle Hoffnungen auf eine friedliche Koexistenz im Heiligen Land vergessen kann

von Ryan Jones | | Themen: Palästinenser
Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

„Du bist ein Jude. Du kannst als Tourist hierher kommen, aber dann gehst du zurück in dein Land. Niemand akzeptiert, dass dies dein Land ist!“ Mit diesen Worten wurde ein israelischer Journalist am Montag abgewiesen, als er versuchte, Reaktionen von Jerusalemer Arabern auf die tödlichen Schüsse eines Terroristen in der Stadt am Vortag zu erhalten.

Am frühen Sonntagmorgen hatte ein Bewohner des nördlichen Jerusalemer Vororts Shuafat, der oft als palästinensisches „Flüchtlingslager“ bezeichnet wird, in den engen Gassen der Jerusalemer Altstadt das Feuer eröffnet. Der Terrorist, ein 42-jähriger Vater von fünf Kindern, tötete einen Israeli und verletzte vier weitere, bevor er von Sicherheitskräften erschossen wurde.

In den letzten Wochen kam es in Jerusalem vermehrt zu gewalttätigen Zwischenfällen. Um die Stimmung auf der Straße zu erfassen, befragte Channel 12-Reporter Ohad Chemo, der fließend Arabisch spricht, junge arabische Einwohner von Shuafat, was sie von dem tödlichen Angriff vom Sonntag hielten.

Die Antworten waren entmutigend und bestätigten, dass der Friedensprozess bisher nicht in der Lage war, die Einstellung der durchschnittlichen Araber zu ändern. Eine gewalttätige Ideologie, sei sie nun islamistisch oder nationalistisch, hat weiterhin die Oberhand.

„Das ist mein Land, Mann! Mein Land! Glaubt ihr, ich gehe einfach nach Jordanien und überlasse es euch? Ihr habt mir dieses Land 1948 gestohlen“, sagte ein junger Araber dem israelischen Reporter. „Der Krieg zwischen uns wird bis zum Jüngsten Tag andauern, denn dies ist unser Land. Ihr dachtet, die alte Generation würde vorübergehen und die junge würde vergessen. Aber ihr werdet bald noch mehr Angst erleben.“

Ein anderer junger Araber aus der Gegend, der wusste, dass er in den israelischen Abendnachrichten zu sehen sein würde, sagte in die Kamera: „Ich möchte jedem Juden, der mir gerade zuschaut, sagen, dass er zurück in sein Land [der Herkunft] gehen soll.“

Chemo versuchte, die jungen Araber daran zu erinnern, dass dies auch für Juden ihr angestammtes Land ist, ihr wiedergeborener Staat.
Die Antwort der jungen Araber kam prompt: „Ich akzeptiere nicht, dass dies euer Land ist. Keiner hier akzeptiert das. Sie als Jude wollen hierherkommen? Kommen Sie als Tourist, und dann gehen Sie nach Hause in Ihr Land zurück.“

Wenn es stimmt, was diese jungen Männer sagen, und eine Mehrheit, wenn nicht alle Palästinenser immer noch die Vorstellung ablehnen, dass Juden eine Geschichte und einen Platz in diesem Land haben, dann ist Israels wichtigste Bedingung für den Frieden immer noch nicht erfüllt.

Kurz gesagt, wir sind immer noch weit entfernt von der friedlichen Koexistenz, die der vom Westen vermittelte Land-für-Frieden-Prozess eigentlich schon längst hätte ermöglichen sollen. Wenn die jungen Araber weiterhin mit den von diesen Befragten geäußerten Idealen erzogen werden, werden wir dieses Ziel vielleicht nie erreichen.

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