Wie wir in schweren Zeiten Gottes Gaben sehen können

Anstatt uns in Langeweile zu suhlen, können wir die Zeit zu Hause nutzen, um besser zu werden

Wie wir in schweren Zeiten Gottes Gaben sehen können
Johanna Geron/Flash90

Nicht alle Israelis befinden sich in Quarantäne. Seit ein paar Tagen sind jedoch alle Israelis per Direktive der Regierung stark in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Seither gibt es viele lustige Memes und Kurzvideos, die durch das Internet geistern und zeigen, wie die Leute augenscheinlich ihren Verstand verlieren, weil sie nun rund um die Uhr mit ihren Ehepartnern und Kindern zusammen sind. Müssen wir uns nun während dieser Zeit darauf konzentrieren, die Langeweile fernzuhalten oder könnte dies für uns eine lehrreiche Lektion werden?

In seiner Ansprache an die Bevölkerung sagte Netanjahu, dass der öffentliche Sektor jetzt im Notstandmodus arbeiten und der private Sektor auf 30 % heruntergefahren werde. Das bedeutet, alle Firmen und Geschäfte, ob klein oder groß, haben ihre Belegschaft reduziert und Angestellte in den unbezahlten Urlaub entlassen. Wer kann, arbeitet von Zuhause aus. Wo es nicht möglich ist, müssen Menschen nun wahrscheinlich bis nach Pessach ausharren und beziehen Arbeitslosengeld.

Ich möchte die angsteinflößende und ungewisse Situation und die daraus entstehende Zwangslage von einem etwas anderem Punkt aus betrachten. Für viele von uns ist das Leben, so wie wir es kennen, zu einem Stillstand gekommen. Und wir können fast nichts dagegen tun. Man könnte sich die Frage stellen, ist es die Regierung, die uns nach Hause schickt, oder ist es der allmächtige Gott der Geschichte? Der Ball ist jedenfalls auf unserer Seite des Spielfeldes – wir sind zu Hause, einen Monat lang – was werden wir mit unserer Zeit anfangen?

Einige Streaming Dienste im Internet bieten einen Teil ihres Inhalts umsonst an. Die Nachfrage nach Entertainment in den eigenen vier Wänden ist international stark angestiegen, Online-Kurse für alle möglichen Themen werden angeboten, und das mit starken Preisnachlässen, wir werden mit E-Book und Audiobook Werbung überflutet. Viele Firmen wittern die Möglichkeit, unsere Aufmerksamkeit zu ergattern, jetzt wo Millionen von Menschen drinnen bleiben müssen. Unser Fokus gerät ins Schwanken, wir werden uns plötzlich dieser Zäsur in unserem Leben bewusst und fragen uns: „Was jetzt“?

Wenn Gott dich nach Hause schickt, wenn Gott dir sagt, du sollst dir einen Monat deines Lebens nehmen und aus deiner Routine ausbrechen, wenn Gott dir das wertvolle Geschenk der Zeit gibt, wie sieht dann deine Antwort an Gott aus? Wie wirst du auf die Realität reagieren, die dich umgibt? Morgen wirst du aufwachen, und dann wirst du X tun können. Was ist X?

Bist auch du so beschäftigt gewesen, dass du nie richtig zum Beten gekommen bist? Wann war eigentlich das letzte Mal, dass du mehr als nur ein paar Minuten in der Bibel gelesen hast? Wann hast du zum letzten Mal mit deinem Partner ein tiefgreifenderes Gespräch gehabt, das sich nicht um die Arbeit drehte? Wenn die Antwort ziemlich vage ausfällt, dann kannst du dir sicher sein, dass Gott alles zum Besten wirkt, damit du tiefer in dich gehen und dich um deine Beziehungen und anderes kümmern kannst. Du kannst dein Zeugnis niederschreiben, online einen Hermeneutik-Kurs belegen, dich in die Stille zurückziehen, eine Tasse Kaffee genießen, die Intimität mit dem Ehepartner wieder aufleben lassen… es gibt viele Möglichkeiten, neue gesunde Gewohnheiten zu kultivieren.

Memes können lustig sein, doch ihren Zynismus sollten wir uns nicht zu eigen machen. Wissen wir doch nur zu gut, dass Gott uns Werke zu tun gibt, selbst wenn wir nicht an unserem Arbeitsplatz sind. Lasst uns Liebe praktizieren, in unsere persönliche Beziehung mit Christus investieren, in unsere Gott-gegebene Berufung hineingehen, das Wort lesen und andere Literatur göttlicher Autoren, lasst uns nicht vergessen, dass wir uns ausruhen sollten, denn solch eine Gelegenheit könnte es nicht mehr geben. Lasst uns das Beste aus dieser wertvollen, Gott-gegebenen Zeit machen!