Auf den ersten Blick mutete sie wie eine positive Berichterstattung über evangelikale Christen, die den Staat Israel und die Juden unterstützen, an. Doch bald konnte man feststellen, dass so mancher Israeli diesen Freunden aus dem Westen nicht wirklich traut.
„Für ihre evangelikale Erlöser-Szenerie brauchen die Christen einen dritten jüdischen Tempel, nicht wahr? Das sagt uns doch, dass das, was dort momentan noch steht, nicht dort stehen bleiben kann“, merkte Dr. Tomer Persico vom Shalom Hartman Institut an. Chemi Shalev, ein Journalist der linksgerichteten Tageszeitung Haaretz, fügte hinzu: „Der Evangeliums-Version zufolge müssen die Juden konvertieren. Für jene, die das nicht tun, wird die Situation in den letzten Tagen nicht gerade sehr erfreulich. Die Evangelikalen haben mittlerweile verstanden, dass dieses Thema sehr pikant ist, daher versuchen sie diesen Aspekt zu verdecken und sich auf die Unterstützung des Staates Israels zu konzentrieren.“
Für Leute wie Persico und Shalev haben evangelikale Christen nicht nur ganz klar eine politische Agenda, sondern könnten gar einen bewaffneten Konflikt in die Wege leiten, um zu ihrem Ziel zu kommen.
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