Im Jahr 324 beschlossen die Christen, ihr Passahfest vom jüdischen zu trennen. Obwohl Juden und Christen die gemeinsame Quelle für das Passahfest in der Bibel haben, hatten beide Religionen fortan unterschiedliche Schwerpunkte für das Fest. Über Jahrhunderte hinweg haben beide Religionen ihren Charakter für das biblische Passahfest geformt.
Das jüdische Passahfest ist das erste der drei biblischen Feste, zu denen Juden nach Jerusalem zum Tempel pilgerten. Das Fest dauerte sieben Tage, wobei der erste Tag den Auszug der Kinder Israel aus Ägypten symbolisiert, die Erlösung von der Sklaverei in die Freiheit. Das jüdische Passahfest ist mit dem christlichen verzahnt, weil auch Jesus nach Jerusalem hinaufging, um dort das biblische Gebot zu erfüllen.
Das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern ist eine Parallele zum Sederabend des ersten Passahabends. Im christlichen Passahfest stehen Kreuzung und Auferstehung Jesu im Mittelpunkt. Wie das jüdische, so wird auch das christliche Passahfest sieben Tage lang gefeiert, daher die Bezeichnung „Heilige Woche“.
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