Wie viele andere Facetten der palästinensischen Perspektive ist auch diese unzutreffend. Bloßer Landbesitz bedeutet nicht zugleich Souveränität. Da es nie so etwas wie eine palästinensische Herrschaft gab, ist auch das Argument privaten Landbesitzes kraftlos.
Um die Dinge einmal klar zu stellen: Privatland wurde erst nach dem türkischen Landes-Registrierungs-Gesetz von 1858 möglich. Bis dahin hatte niemand eine offizielle Handhabe, Landbesitz zu reklamieren. Die Ottomanen teilten Eretz Israel in Sandschaks auf, das waren Provinzen, die von Sandschak-Beys beherrscht wurden. Ein Bey hatte sich um militärische und administrative Angelegenheiten seiner Provinz zu kümmern. Der Sultan diktierte die Konditionen für Landbesitz.
Als das britische Königreich die Ottomanen ablöste, übernahm es die verschiedenen Landeskategorien unter Beibehaltung ihrer türkischen Bezeichnungen. Die Sandschaks wurden ins Völkerbundsmandat für Palästina überführt, aber die britische Regierung, die sich eigentlich an die Balfour-Deklaration gebunden hatte, nationalisierte das Land nicht. Stattdessen wandte man die ottomanischen Gesetze an, die die Nutzung von Regierungsland regelten.
Das Land zerfiel in verschiedene Kategorien, von denen einige hier aufgezählt werden. Während...
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