Weinlese

Unsere Praktikantin Eliane hat bei der Weinlese in der Wüste mitgeholfen. Hier sind ihre Eindrücke.

von Eliane Müller |
Weinlese
Weinlese in der Wüste Foto: Dov Eilon

Am Montag ging es für die Redaktion in die Wüste zur Weinlese. Die Trauben waren nun endlich reif genug, um geerntet zu werden. Da wir es vermeiden wollten, durch die extreme Mittagshitze durchzuarbeiten, fingen wir schon früh mit der Lese in der Wüste an. Das hieß für mich: nachts um 2 Uhr aufstehen. Ich wurde dann von einem lieben Mitarbeiter von Israel Heute sogar direkt vor meiner Haustür abgeholt und am Ende des Tages auch wieder dorthin gebracht. Nachdem wir dann noch einige andere von uns eingesammelt hatten, machten wir uns auf den Weg in die Wüste.

Unsere stundenlange Fahrt durch die Wüste wurde von einer Kaffeepause an einer Tankstelle unterbrochen, die extra für uns mitten in der Nacht aufmachte (so etwas hätte es in Deutschland wohl nicht gegeben). Mit Sonnenaufgang kamen wir dann an dem Weinberg von Israel Heute an. Dieser liegt zusammen mit den Ölbaum-Feldern von Israel Heute ganz in der Nähe der Grenze zu Ägypten. An manchen Stellen konnte man die Grenze sogar sehen.

Vor Ort kamen auch noch Helfer des christlichen Kibbuz Bet El dazu, die uns den ganzen Tag über fleißig unterstützten. Wir wurden alle ausgestattet mit Handschuhen und Gartenscheren, und dann ging es auch schon los mit der Arbeit. Wir arbeiteten immer zu zweit einander gegenüber, und so konnten wir gut miteinander erzählen, um die Zeit ein wenig spannender und interessanter zu gestalten. Denn Trauben zu ernten ist, an sich, ehrlich gesagt nicht die spannendste Aktivität. 😉

Weinlese in der Wüste

Es ist schon etwas witzig, wenn man darüber nachdenkt, dass, obwohl ich meine Wurzeln in einem der nördlichsten Weinanbaugebiete Europas habe, ich erst nach Israel kommen musste, um einmal bei einer Weinlese mitzuhelfen. Es war auf jeden Fall eine interessante Erfahrung und das gemeinsame Arbeiten schaffte eine gute Atmosphäre, die zusammenschweißte und bei der man sich noch besser kennenlernen konnte, als im Büro.

Das Arbeiten in der Wüste und ohne Schatten wird schnell anstrengend und ist nicht ganz ungefährlich. Das merkten auch einige von uns schnell. Wir wurden aber mit ausreichend Wasser versorgt und erinnerten uns gegenseitig ans Trinken. Auch für Essen wurde gut gesorgt. Zur Frühstückspause wurden Sandwiches an alle ausgeteilt und Kaffee gekocht und nachdem die Arbeit getan war, aßen wir noch alle an einem Straßenimbiss in der Wüste. Dort war ein Buffet aufgebaut, an dem sich alle bedienen konnten. (Und von den Trauben wurde während der Ernte zwischendurch natürlich auch genascht.)

Wohlverdiente Pause

Auf dem Weg mit dem Auto durch die Wüste sind mir mehrere Schilder aufgefallen, die für mich als Deutsche etwas ungewohnt waren: Achtung vor Kamelen! Tatsächlich sind wir zwar keinem Kamel begegnet, doch auf dem Weg zum Imbiss wurden mehrere Rehe vom Auto aus gesehen, die für Aufregung und Erheiterung sorgten.

Nach einem langen und anstrengenden Tag kam ich abends endlich zu Hause an. Was ich als erstes tat, und das gilt wohl für die anderen auch, war erst einmal eine schöne Dusche zu nehmen. Auf die hatten wir uns schon den ganzen Tag gefreut, während wir schwitzend in der sandigen Wüste und den saftig-klebrigen Trauben arbeiteten. Am nächsten Tag waren dann Wahlen, da ist hier in Israel frei und so konnten die meisten von uns sich erst einmal wieder von dem anstrengenden und langen Tag ausruhen und ausschlafen.

 

 

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