Wegen Peinlich-Tweet: Netanjahu rügt Sohn

Wieder einmal musste sich der israelische Ministerpräsident für seinen Sohn entschuldigen

Wegen Peinlich-Tweet: Netanjahu rügt Sohn
Gili Yaari/Flash90

Anfang der Woche haben sich zum Großteil linksgerichtete Israelis in Tel Aviv zu einer Demonstration gegen die „diktatorischen Bestrebungen“ von Ministerpräsident Netanjahu eingefunden, unter Einhaltung von mindestens zwei Meter Abstand, versteht sich.

Netanjahus ältester Sohn Yair, der für sein Mitteilungsbedürfnis reichlich bekannt ist, schrieb auf Twitter, er hoffe, dass linke Demonstrationsteilnehmer am Coronavirus sterben.

 

„Ich hoffe, dass alle älteren Menschen, die infolge dieser Demonstration sterben werden, aus dem linken Lager kommen.“

 

Sein ziemlich hetzerischer Tweet scheint mittlerweile entfernt worden zu sein. Yair versuchte später, seine Aussage zu relativieren, indem er erklärte, dass die linke Demonstration die Art von Massenversammlung sei, die die Verbreitung von COVID-19 fördern könne. Er hoffe einfach, dass keiner der Anhänger seines Vaters davon betroffen sein würde.

Netanjahu selbst sah sich gezwungen, eine Erklärung abzugeben. Er tadelte seinen Sohn und distanzierte sich von dessen Aussage. Hier sein Statement: „Der Premierminister lehnt [Yairs Bemerkungen] rundweg ab. Es gibt keine politische Zugehörigkeit im Kampf gegen das Coronavirus, und es darf auch keine geben. Der Premierminister arbeitet rund um die Uhr, um die Gesundheit und das Leben ausnahmslos aller israelischen Bürger zu erhalten.“