Warum dürfen Juden, aber nicht Christen nach Israel einreisen?

Israel prangert gefährliche und falsche Behauptungen mit antisemitischen Untertönen an, nachdem die Kirche COVID-Reiseausnahmen kritisiert hat

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Christen
Die Tourismusbranche und die örtlichen Geschäfte haben durch das Ausbleiben der christlichen Touristen in der Weihnachtszeit einen schweren Schlag erlitten.  Foto: Nati Shohat/Flash90

Die Grenzen Israels bleiben für Touristen geschlossen, da die Sorge um die Omikron-Variante von COVID-19 anhält. Israelische Medien berichteten jedoch diese Woche, die Regierung habe eine Ausnahme für „Birthright“-Gruppen gemacht.

Das Birthright-Programm soll junge Juden aus der Diaspora dazu ermutigen, Aliya zu machen, also nach Israel einzuwandern.

Christliche Vertreter in Israel haben schnell Kritik geäußert.

Die anhaltenden Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit Corona (die Regierung hat das Verbot gerade um eine weitere Woche verlängert) haben enorme negative finanzielle Auswirkungen, da die Weihnachtszeit kommt und geht, ohne dass christliche Touristen die für sie heiligen Orte besuchen können.

Viele fragten sich, warum die Regierung, wenn sie Ausnahmen für jüdische Reisegruppen machen kann, dies nicht auch für Christen tun kann. Einige gingen mit ihrer Kritik einen Schritt zu weit.

„Rassistische Diskriminierung sollte in keiner Weise akzeptiert werden“, schrieb Wadie Abunassar, ein Sprecher der traditionellen Kirchen im Heiligen Land, in einem wütenden Facebook-Post.

„Ich fordere die israelischen Behörden auf, alle, die das Land besuchen wollen, gleichzubehandeln, ohne jegliche Diskriminierung zwischen den Religionen“, fügte er hinzu.

Das israelische Außenministerium schoss zurück und unterstellte Abunassar, mit Aufwiegelung zu liebäugeln.

„Diese unbegründeten Anschuldigungen eines angeblich diskriminierenden Verhaltens sind empörend, falsch und gefährlich“, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums, die nach dem Facebook-Post des Priesters veröffentlicht wurde. „Wir erwarten von religiösen Führern, sich nicht an unbegründeten Diskussionen über Hass und Aufwiegelung zu beteiligen oder diese zu fördern. Sie dienen nur dazu, das Feuer des Antisemitismus zu schüren, führen zu Gewalt und können unschuldigen Menschen Schaden zufügen.“

Das Außenministerium erklärte außerdem, man habe in der Tat auf Anfragen von Kirchen, die Abunassar selbst vertritt, für einige Christen Ausnahmen gewährt.

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