Vierzig Ehefrauen von Reservisten der israelischen Streitkräfte versammelten sich kürzlich in Modi’in, zwischen Tel Aviv und Jerusalem, zu einer gemeinsamen Babyparty mit dem Titel „Unsere jüdische Rache“.
Meira Cowland, die die Veranstaltung organisierte, erwartet ihr erstes Kind. Ihr Mann ist seit vielen Monaten im Einsatz.
„Die erste Herausforderung ist die Einsamkeit. Schwanger zu sein und den Ehemann nicht um sich zu haben, verstärkt das Gefühl der Einsamkeit noch“, sagte Cowland gegenüber JNS.
„Man fühlt sich nicht gut, muss sich übergeben. Es fällt einem schwer, zu kochen oder sich um den Haushalt zu kümmern. Was eigentlich eine total verrückte Erfahrung sein sollte, die man gemeinsam macht, erlebt man einfach allein“, sagte sie.
Cowland fühlte sich gezwungen, ihre Geschichte in den sozialen Medien zu teilen, was ihre Online-Follower dazu veranlasste, ihr anzubieten, eine Babyparty für sie zu schmeißen.
„Für mich fühlte es sich ein bisschen seltsam an, während eines Krieges eine Party zu feiern, aber jemand schrieb mir zufällig, dass, wenn ich so fühle, viele andere Frauen dasselbe fühlen müssen“, sagte sie.
Schon bald fragten die Leute, wie sie bei der Organisation der gemeinsamen Babyparty helfen könnten. Daraufhin bat Cowland ihre Follower, schwangere Frauen zu finden, deren Ehemänner im Krieg waren.
„Gleichzeitig meldeten sich große und kleine Unternehmen und Einzelpersonen bei uns. Die Eventplanerin [Yehudit Kosowsky von] Yehudit Designs bot an, das Projekt unentgeltlich zu übernehmen, und wir erhielten auch Hunderte von Geschenken“, sagte sie.
Jede der 40 Frauen, die an der Veranstaltung am 24. November teilnahmen, erhielt eine Reisetasche, die mit allem Nötigen für den Krankenhausaufenthalt bei der Geburt gefüllt war. Eine Traumatherapeutin nahm teil und brachte ihnen bei, wie sie mit dem Alleinsein zurechtkommen und den Stress für ihr Baby minimieren können. Eine Doula, eine Massagetherapeutin und eine Expertin für die Rechte der Ehefrauen von Reservisten nahmen ebenfalls teil.
„Wir haben Briefe von den Ehemännern geschickt, und wir haben auch dafür bezahlt, dass den Frauen nach der Geburt Suppe geliefert wurde“, sagte Cowland.

Mehr als 300 Anmeldungen
Die Veranstaltung half den Frauen auch dabei, einen Teil der Kosten, die mit einer Schwangerschaft verbunden sind, auszugleichen.
„Als ich anfing, nach den Dingen zu suchen, die ich kaufen musste, wurde mir klar, dass auf mich wahnsinnige Kosten zukamen. Das versetzte mich in Panik“, sagte Cowland.
„Wir fragen uns, wie wir die Kosten für diese Frauen senken können. Wir hatten einige Spender, die sich gemeldet und angeboten haben, Frauen zu helfen, die finanzielle Probleme haben“, fügte sie hinzu.
Obwohl 40 Frauen für die Teilnahme an der Veranstaltung ausgewählt wurden, gab Cowland an, zwischen 300 und 400 Anmeldungen erhalten zu haben.
Matana Bracha Horowitz, 26, zog vor acht Jahren von Kalifornien nach Jerusalem und heiratete drei Monate vor dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023. Sie erwartet ihr erstes Kind.
„Es zehrt an einem, wenn man ständig Angst hat und nervös ist, es bringt einen völlig durcheinander. Als mein Mann in Gaza war, konnte ich nicht atmen, ich konnte mich nicht konzentrieren, ich konnte nichts tun, aber ich musste. Ich hatte keine Freunde mit Ehemännern im aktiven Dienst“, sagte Horowitz gegenüber JNS.
Ihr Ehemann, der religiös ist, wurde erst in einem höheren Alter zum Militär eingezogen und befand sich zum Zeitpunkt des Einmarsches der Hamas im regulären Dienst. Er kehrte erst vier Monate später nach Hause zurück.
Horowitz sagte gegenüber JNS, dass der wahre Wert der Veranstaltung nicht in den materiellen Geschenken lag, die sie erhielt, sondern in den Verbindungen, die sie knüpfte.
„Ich habe das Gefühl, dass diese Mädchen und ich Freundinnen fürs Leben sind. Wir sind füreinander da. Unsere Männer haben ihre Einheiten und ihre Kameraden, wir nicht. Nicht alle Ehefrauen von Armeeangehörigen leben in der Nähe und nicht alle wollen sich treffen“, sagte sie.
„Die Menschen, die ich dort getroffen habe, verstehen das“, fuhr sie fort. „Niemand versteht uns so gut wie wir uns gegenseitig.“





Ein ganz großes DANKESCHÖN an diese mutige Initiatorin dieser Babyparty! Das gibt Mut und Hoffnung, Freude und Zuversicht den jungen Müttern. Als 7-fache Mutter berührt mich das besonders. Und ich bete, dass diese Kinder für ihre Familien ein besonderer Segen sein werden.
Hanna