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Terroranschlag vor israelischer Botschaft in Serbien – Angreifer getötet

Ein Minderjähriger griff in Belgrad einen Polizisten mit zwei Messern an. Die serbischen Behörden vermuten einen islamistischen Hintergrund und riefen die höchste Terrorwarnstufe aus.

Serbische Polizisten sichern die israelische Botschaft in Belgrad während einer pro-palästinensischen Demonstration am 5. Oktober 2025. Am 27. Oktober 2026 wurde vor der Botschaft ein mutmaßlicher Terroranschlag verübt. Archivbild: EPA/Andrej Cukic.

Belgrad, 28. Oktober 2026 – Vor der israelischen Botschaft in der serbischen Hauptstadt Belgrad ist in der Nacht zum Mittwoch ein mutmaßlicher Terroranschlag verübt worden. Ein mit zwei Messern bewaffneter Angreifer attackierte einen Polizisten, der das Botschaftsgebäude bewachte. Der Beamte wurde leicht verletzt, konnte den Angreifer jedoch in Notwehr erschießen. Das israelische Außenministerium bestätigte den Vorfall und teilte mit, dass die Botschaft zum Zeitpunkt des Angriffs geschlossen war. Mitarbeiter der diplomatischen Vertretung kamen nicht zu Schaden.


Nach Angaben des serbischen Innenministers Ivica Dačić ereignete sich der Vorfall gegen 00:15 Uhr Ortszeit. Der Angreifer soll während der Attacke „Allahu Akbar“ gerufen haben. Bei dem Täter handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen um einen Minderjährigen, dessen Identität zunächst nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte. Die Behörden vermuten, dass er aus der westserbischen Stadt Šabac stammt.

Der Polizist erlitt bei dem Angriff eine Schnittverletzung im Gesicht. Sein Zustand wird als gut beschrieben. Weitere Verletzte wurden nicht gemeldet.

Hinweise auf Verbindung zum Islamischen Staat

Nach Angaben des serbischen Innenministers war der Angreifer den Sicherheitsbehörden bereits bekannt. Der Jugendliche soll von den Sicherheitsdiensten beobachtet worden sein und als Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gegolten haben.

Auf seinem Instagram-Profil soll er eine schwarze Flagge sowie Symbole der Terrororganisation veröffentlicht haben. Ob er tatsächlich im Auftrag des IS handelte oder den Angriff eigenständig plante, ist bislang nicht geklärt.

Die serbischen Behörden stufen den Vorfall als Terroranschlag ein. Unmittelbar nach der Attacke ordnete Innenminister Dačić die Anhebung der landesweiten Terrorwarnstufe auf die höchste Stufe, Rot, an.

Damit verbunden sind verstärkte Polizeikontrollen und eine erhöhte Präsenz von Sicherheitskräften an besonders gefährdeten Einrichtungen. Dazu gehören diplomatische Vertretungen, wichtige Infrastruktureinrichtungen sowie öffentliche Plätze mit größeren Menschenansammlungen.

Bereits zweiter Angriff auf die Botschaft

Es ist nicht der erste terroristische Angriff auf Sicherheitskräfte vor der israelischen Botschaft in Belgrad. Bereits am 29. Juni 2024 hatte ein mit einer Armbrust bewaffneter Mann einen serbischen Polizisten angegriffen und durch einen Pfeilschuss am Hals verletzt. Auch damals wurde der Angreifer von dem Polizisten erschossen.

Serbische Polizisten sichern den Tatort vor der israelischen Botschaft in Belgrad am 29. Juni 2024. Bei dem damaligen Terroranschlag wurde ein Polizist durch einen Armbrustpfeil verletzt und der Angreifer erschossen. Foto: EPA/Andrej Cukic.

Die serbischen Behörden hatten bereits den damaligen Vorfall als Terroranschlag eingestuft.

Wie das israelische Nachrichtenplortal Ynet berichtet, dauern die Ermittlungen zu den Hintergründen des Angriffs an. Medienberichten zufolge prüfen die serbischen Behörden insbesondere, ob der Täter Verbindungen zu extremistischen Netzwerken unterhielt. Nach dem Vorfall wurden die Sicherheitsmaßnahmen in Serbien deutlich verschärft.

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Patrick Callahan

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