Terroranschlag in Jerusalem verhindert

Israelische Sicherheitskräfte entdeckten in Hebron einen einsatzbereiten Sprengsatz, der in Jerusalem explodieren sollte.

Der israelische Sicherheitsdienst (Shin Bet) hat gestern bekannt gegeben, in der Umgebung von Hebron mehrere Terrorzellen der Hamas aufgedeckt zu haben. Diese hätten Instruktionen von der Hamas im Gazastreifen erhalten, um eine Reihe von Terroranschlägen gegen israelische Ziele und auch gegen Ziele der Palästinensischen Autonomiebehörde auszuführen. Dafür sollten sie Waffen kaufen und sich auf Terrorattacken, die auch Entführungen beinhalten, vorbereiten. Auch sollten die Terrorzellen weitere Kämpfer für zukünftige Operationen rekrutieren.

Bei der Operation der israelischen Sicherheitskräfte, die schon etwas zurückliegt, aber erst gestern bekannt wurde, wurden von den Terrorgruppen nach Anweisungen der Hamas hergestellte Sprengkörper in privaten Häusern in Hebron entdeckt. Die dort lebenden Familien wurden dadurch sehr gefährdet. Am 29. Juni sei ein 22- jähriger Student festgenommen worden, der von der Hamas rekrutiert worden war, um Sprengsätze für Terroranschläge herzustellen, heißt es in der Erklärung des Sicherheitsdienstes.

In einem improvisierten Labor wurde ein fertiger etwa 3 Kilogramm schwerer Sprengkörper entdeckt, der mit Metallkugeln und Schrauben ausgestattet war, um bei der Explosion eine große Zahl von Menschen zu verletzen. Der einsatzbereite Sprengsatz war für einen Anschlag an einer belebten Stelle in Jerusalem geplant.

Sprengsatz

Der gefundene Sprengkörper

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lobte die israelischen Sicherheitskräfte, darunter die Armee, die Polizei und den Sicherheitsdienst, für ihre Anstrengungen zur Verhinderung eines Terroranschlags der Hamas in Israel. „Die Feinde Israels sollten wissen, das unser langer Arm jeden erreichen kann, der gegen uns vorgeht“, sagte Netanjahu.

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