Supermarktkette muss nach Missachtung des Geschlechts eines Kunden zahlen

Die Verteidigung argumentiert, dass „Menschen nach ihrem biologischen Geschlecht definiert werden sollten“, aber das Gericht in Tel Aviv war anderer Meinung

von Israel Heute Redaktion |
Foto: Roni Ofer/Flash90

Die „Woke“-Bewegung blüht auch in Israel und wird zunehmend zum Gesetz des Landes, wie ein Urteil des Tel Aviver Zivilgerichts letzte Woche beweist.

Globes berichtet, dass das Gericht die israelische Supermarktkette Shufersal zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von rund 8000 Euro (um die 32.000 Schekel) verurteilt hat, nachdem eine ihrer Apothekerinnen einen Kunden mit dem falschen Geschlecht angesprochen hatte.

Der Vorfall ereignete sich bereits im August 2018. Eine Kundin namens Isabel bestand laut Klage darauf, dass die betreffende Apothekerin einer zur Supermarktkette gehörenden Drogerie sie als Frau anzusprechen habe. Stattdessen fuhr die Apothekerin fort, die männliche Form der hebräischen Wörter zu verwenden.

Die Apothekerin, die biologisch eine Frau ist, sagte dem Gericht, dass sie wusste, dass der Kunde ein Mann war, „wegen seiner Stimme.“

Eine Abschrift der Auseinandersetzung zeigte, dass der Filialleiter der Apothekerin in die Auseinandersetzung eingriff und sich auf Isabels Seite stellte, aber die Apothekerin beharrte darauf, die Kundin in der männlichen Sprachform anzusprechen.

Die Anwälte von Shufersal argumentierten, dass der Fall abgewiesen werden sollte, weil Isabel biologisch gesehen ein Mann sei und „Menschen durch ihr biologisches Geschlecht definiert werden sollten.“ Als solches könne etwas, das technisch wahr ist, nicht als Verleumdung ausgelegt werden.

Das Gericht entschied jedoch, dass die Handlungen der Apothekerin eine „Verleumdung“ darstellen, wobei der Richter zu dem Schluss kam: „Isabel ließ keinen Zweifel an ihrem Wunsch, als Frau angesprochen zu werden, und wurde durch das Beharren der Apothekerin, sie als Mann anzusprechen, verletzt.“

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