(Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90)
Die Hamas steht unter Druck wie nie zuvor. Bewaffnete Konflikte mit Israel lichten zwar jedesmal die Reihen der Terrorgruppe und vernichten einen Teil des Waffenarsenals, resultieren aber üblicherweise auch in einem Zulauf neuer Rekruten und Finanzspritzen aus dem Ausland. Die Herausforderungen jedoch, denen sich die Hamas heute gegenübersieht, haben das Potential, die Terrororganisation zu Fall zu bringen.
Um neue Anwärter zu rekrutieren, muss die Hamas die Leute bei Laune halten, wenigstens bis zu einem gewissen Grad. Das ist schwer, wenn schon einfachste Bedürfnisse des täglichen Lebens nicht ausreichend bedient werden: Elektrizität in Gaza beispielsweise wird immer wieder abgestellt, Teile des Gazastreifens müssen gar mit 45 Minuten pro Tag auskommen. Und das kann man auch nicht Israel in die Schuhe schieben. Über Jahre haben die Palästinenser in Gaza ihre Stromrechnungen nie komplett beglichen. Und jahrelang hat Israel trotzdem Strom geliefert. Um die Hamas unter Druck zu setzen, hat der Leiter der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, jetzt Israel signalisiert, die Stromlieferungen einzustellen. Er sei nicht länger gewillt, auch nu)r einen Schekel für den Strom in Gaza zu bezahlen. Das bedeutet, Israel bleibt keine andere Wahl, als den Strom abzudrehen.

Gleichzeitig sieht es so aus, als verliere die Hamas ihren ausländischen Hauptsponsor, da immer mehr arabische Länder das Land Katar drängen, die Unterstützung für die Hamas als regionale Terrorgruppe einzustellen…
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