Pessach, fast wie immer

Pessach fühlt sich in diesem Jahr endlich wieder fast so an, wie wir es kennen. Die Israelis nutzen das für Ausflüge in die Natur und genießen die wiedergewonnene Freiheit.

von Dov Eilon | | Themen: Guten Morgen
Tel Aviv Foto: Miriam Alster/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Wir befinden uns nun schon mitten in der Pessachwoche und ich sie fühlt sich eigentlich fast genau so an wie vor Corona. Im letzten Jahr mussten wir ausgerechnet zu Pessach fast einen Monat lang auf Eier verzichten. Denn wegen der Panik vor dem ersten Lockdown haben viele Menschen „Hamsterkäufe“ gemacht, und da Eier zu Pessach besonders wichtig sind, waren diese als erste von den Regalen verschwunden. Später durfte dann immer nur ein Karton mit 12 Eiern verkauft werden. Ich erinnere mich noch daran, wie ich zusammen mit meiner Frau und Tochter einer nach dem Anderen in den Supermarkt gegangen bin, um jeweils einen Karton mit Eiern zu ergattern. Was für eine komische Zeit.

Aber heute ist das alles Vergangenheit. Zu diesem Pessachfest gibt es Eier ohne Probleme, sodass wir jeden Morgen die von uns so geliebten „Matziot“ zubereiten können. Das sind vorher im Wasser etwas aufgeweichte Matzen, die dann zusammen mit geschlagenen Eiern in der Pfanne gebraten werden. Man kann auch eine Scheibe Käse dazwischen legen, schmeckt super, ist aber nichts für Diät bewusste.

In dieser Woche genießen wir die Zeit mit unserem jüngsten Sohn, der sich einige Tage Urlaub von der Armee genommen hat. Wir gehen zusammen spazieren oder in das Einkaufszentrum, wo wieder alles offen ist. Nur die Masken erinnern noch daran, dass wir uns noch nicht ganz im normalen Alltag befinden.


Das Einkaufszentrum in Modiin

 

In den Nachrichtensendungen wird das Thema Corona jetzt mehr gegen Ende der Sendung erwähnt und auch das nur sehr kurz. Es werden die aktuellen Zahlen der Neuinfizierungen angegeben, die immer weiter nach unten gehen. Dann gab man uns gestern die Hoffnung, dass wir nach Pessach draußen keine Masken mehr tragen müssen. Und dann werden die Namen weiterer Länder genannt, die jetzt sehr gerne israelische Touristen begrüßen möchten. Und am Ende gibt es dann oft noch einen Blick nach Europa, wo die Zeit irgendwie stehengeblieben zu sein scheint. In vielen Ländern sollen die Lockdowns wieder verschärft werden oder nächtliche Ausgangssperren verhängt werden. In deutschen Zeitungen las ich sogar von den Plänen eines „Mega-Lockdowns“ nach Ostern. Schon verrückt irgendwie.

Hier bei uns wird die wiedergewonnene Freiheit genossen. Ganz Israel scheint in diesen Tagen auf den Straßen zu sein, auf dem Weg zu einem Picknick oder zu einem der vielen Nationalparks, es gibt ja so viele, oder einfach, um etwas am Meer spazieren zu gehen.

Die Israelis genießen die Woche von Pessach, wie hier am Hafen von Tel Aviv

Über Politik werde ich heute nicht schreiben, denn das hat momentan eh keinen Sinn. Keiner weiß eigentlich, wie es jetzt weitergehen soll. Daher warte ich erst einmal auf die Entscheidung des Präsidenten, wem er das Mandat geben wird, zu versuchen, eine Regierungskoalition zu bilden. Das soll spätestens am kommenden Mittwoch geschehen. Ich bin gespannt.

Und jetzt kommen wir zum Wetter, das gerne etwas frühlingshafter hätte sein können, die Nächte sind immer noch recht kühl. Aber es dauert sicher nicht mehr lange bis ich mich über die Hitze beschweren werde.

Zu Pessach wird gerne gewandert, wie hier im Hula Tal im Norden des Landes.

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bewölkt. In den Bergen und im Landesinneren noch etwas kühler. Im Norden und an der Küste kann es zu vereinzelten Regenschauern kommen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 15 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Haifa 16 Grad, Tiberias am See Genezareth 23 Grad, am Toten Meer 25 Grad, Beersheva 20 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist über die Feiertage um einen weiteren Zentimeter gestiegen und liegt jetzt  bei – 209,155 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen nur noch 35,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Mittwoch. Machen Sie es gut und bleiben Sie gesund.

 

Schalom aus Modiin!

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