PA: „Alle Gebiete wie A-Zone betrachten“

Die Palästinensische Autonomiebehörde möchte ihre Präsenz in ganz Judäa und Samaria verstärken.

Araber mit palästinenseischer Fahne
Wisam Hashlamoun/Flash90

Mohammad Shtayyah, Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), sagte während einer Kabinetts-Sitzung am Montag in Ramallah, dass die PA die Möglichkeit in Erwägung ziehe, alle palästinensischen Gebiete als A-Zone zu behandeln.

Die Gebiete sind nach den Osloer Verträgen in drei Zonen aufgeteilt: die A-Zone steht unter voller palästinensischer Kontrolle, die B-Zone unter palästinensischer Zivilverwaltung, aber israelischer Sicherheitskontrolle und die C-Zone, 60 Prozent des Gebiets, die unter voller israelischer Kontrolle steht.

Dem palästinensischen Ministerpräsidenten zufolge würde Israel unterzeichnete Abkommen brechen und Dörfer in den Zonen A,B und C auf einer täglichen Basis angreifen. Daher ziehe die Palästinensische Autonomiebehörde in Erwägung, von nun an sämtliche palästinensischen Gebiete wie eine A-Zone zu betrachten. Auch wolle man die Präsenz in allen Gebieten verstärken, um israelische Aktivitäten einzuschränken.

Schon Ende des letzten Monats hatte Palästinenserchef Mahmud Abbas die Auflösung sämtlicher Vereinbarungen mit Israel angekündigt. Dies war eine Reaktion auf die Zerstörung arabischer Häuser durch israelische Sicherheitskräfte. Die Häuser befanden sich zu nah an der Sicherheitsmauer.

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