Die Bewegung des „(#)Me Too“ („Ich Auch“) wurde daher auch in Israel eifrig aufgegriffen. Eine Reihe von Frauen, die über Jahre hinweg zu sexuellen Übergriffen gegen sich geschwiegen hatten, fanden endlich den Mut, das Fehlverhalten von einflussreichen, prominenten oder wohlhabenden Männern anzuprangern.
Allerdings hat Israel so eine Bewegung wirklich nicht nötig. Faktisch findet das „Me Too“ in Israel schon seit langem statt, und zwar mit schwerwiegenden Konsequenzen. Die Gesellschaft ist derart machohaft, dass sexueller Missbrauch nichts Neues ist. Und in den letzten Jahrzehnten hat es nicht den Anschein gegeben, als wären Opfer von Übergriffen nicht in der Lage, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Viele taten und tun dies bis heute, mit massiven Folgen für die Täter.
Die Konsequenzen für den amerikanischen Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein, dessen Fall die Kampagne ins Rollen brachte, sind verheerend. Er verlor nicht nur Ansehen sondern auch seine Position in seiner eigenen Firma. Der Fall zieht weiter Kreise. Im Internet kursieren VideoClips, die den ehemaligen Vizepräsidenten Joe Biden zeigen, wie er Assistentinnen und erwachsene Töchter von Kongressabgeordneten begrabscht. Trotzdem wird er...
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