Neue palästinensische Terrorgruppe gewinnt schnell an Popularität

Die in Nablus ansässige Terrorgruppe “Die Höhle der Löwen” hat unter den arabischen Einwohnern Jerusalems eine starke Online-Anhängerschaft gewonnen.

von Baruch Yadid | | Themen: Terror
Palästinensische Bewaffnete in Nablus, das zum Epizentrum einer neuen Kampagne von Gewalt und Terror gegen Israel geworden ist. Foto: Nasser Ishtayeh/Flash90

Die Jugendbewegung “Höhle der Löwen” aus Nablus (biblisches Sichem) gewinnt in der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und in Jerusalem an Macht und Sympathie. Ein Aktivist aus dem östlichen Teil der israelischen Hauptstadt sagte gegenüber TPS:

 “Die Palästinensische Autonomiebehörde und sogar die Hamas haben es nicht geschafft, Jerusalem mit Jenin und Nablus zu verbinden. Wo die großen Organisationen gescheitert sind, hat die Jugendgruppe aus Nablus Erfolg und ist heute die angesagteste Sache auf der Straße.”

In Jerusalem heißt es, dass “Die Höhle der Löwen” auch für die derzeitige feindselige Atmosphäre und die arabischen Ausschreitungen in der Stadt sowie für die Aufrufe zu einem Bürgeraufstand verantwortlich ist.

So kehrten die Leiter der Komitees und Einrichtungen in den Flüchtlingslagern Shu’afat und Anata Ende der Woche zurück und riefen zur Fortsetzung der zivilen Unruhen gegen Israel auf, mit denen jede israelische Präsenz in diesen Gebieten verhindert werden soll, einschließlich des Verlassens von Studenten von Schulen und des Abzugs von Arbeitern von den Arbeitsplätzen in der Stadt.

Vor zehn Tagen wurde eine israelische Soldatin durch Schüsse eines Terroristen an einem Kontrollpunkt in der Nähe des Lagers Shu’afat im Norden Jerusalems getötet.

In den letzten Tagen hat sich in der Region ein neues Phänomen ausgebreitet: Junge Menschen rasieren sich die Köpfe, um dem gesuchten Terroristen Adai Tamimi zu ähneln – dem Mann, von dem man annimmt, dass er den oben erwähnten Terroranschlag verübt hat – was es für die IDF und die Polizei erschwert, ihn zu finden. Gestern wurde er schließlich während eines weiteren Terrorangriffs auf einen Kontrollposten vor der Stadt Maakeh Adumim von Sicherheitskräften erschossen.

Hunderte junger Palästinenser, vor allem aus der Gegend von Nablus, folgten dem Aufruf der “Höhle der Löwen”, zur Unterstützung der Bewohner des Flüchtlingslagers und Jerusalems auf die Straße zu gehen. Die Terroristen, die Mitglieder der Gruppe, riefen gestern Abend in den sozialen Netzwerken dazu auf, “alle, die eine Waffe tragen, zu mobilisieren und das Flüchtlingslager Shu’afat zu schützen”, und versprachen: “Jerusalem war die erste Kugel und wird die letzte sein.”

Ein Fatah-Aktivist aus dem Dorf Isawiya, einem der gewalttätigsten Zentren im Osten Jerusalems, berichtet TPS:

“Die Gewalt im Osten der Stadt ist stark beeinflusst von der großen Sympathie für die Gruppe “Höhle der Löwen”, die von Nablus aus operiert.”

Ein anderer Fatah-Aktivist sagt:

“Die im Flüchtlingslager zu vernehmenden Aufrufe zu zivilen Unruhen gegen Israel kamen nach den Drohungen mit zivilen Unruhen gegen die Palästinensische Autonomiebehörde in Nablus, von Lion’s Den nach der Verhaftung des Hamas-Mannes Mazab Shteyeh.”

In der Gegend des Flüchtlingslagers Shu’afat und des nahe gelegenen Dorfes Anata kam es weiterhin zu gewaltsamen Zusammenstößen. Polizei und Militär nahmen bei der Suche nach dem Terroristen, einem Bewohner des Flüchtlingslagers, eine Reihe von Personen in und um das Lager fest. In Ostjerusalem heißt es jedoch, der Anschlag habe zur Bildung einer Front zwischen Nablus und Jerusalem geführt, und die Barrieren, die um das Lager errichtet wurden, seien von der “Höhle der Löwen” für eine große Machtdemonstration im Osten der Stadt genutzt worden.

Neben der Unterstützung von Demonstrationen in Jerusalem ruft die “Höhle der Löwen”  nun auch junge Menschen in Hebron und Bethlehem zu Konfrontationen mit den IDF-Kräften auf, und eine palästinensische Quelle berichtet TPS, dass “in den letzten Tagen die Beteiligung bewaffneter Hamas-Aktivisten an Konfrontationen mit den IDF, insbesondere in der Gegend von Nablus und Samaria, deutlich zu sehen war.”

In der Zwischenzeit nimmt der Einfluß von der “Höhle der Löwen” in Nablus zu. Eines der Mitglieder des Komitees der Institutionen, das die palästinensischen Fraktionen und Institutionen der Stadt Nablus vereint, sagte in einem Gespräch mit der Israelischen Nachrichtenagentur, dass die Bemühungen der Palästinensischen Autonomiebehörde, die Mitglieder der “Höhle der Löwen” davon zu überzeugen, ihre Waffen im Austausch für die Zahlung von Gehältern und ihre Rekrutierung in die palästinensischen Sicherheitsmechanismen niederzulegen, kläglich gescheitert seien und die Behörde dem neuen Phänomen machtlos gegenüberstehe.

Am Dienstag stattete der palästinensische Ministerpräsident Muhammad Shteyeh der Stadt Jenin einen eher ungewöhnlichen Besuch ab, der in letzter Zeit von hochrangigen Vertretern der Palästinensischen Autonomiebehörde vermieden wurde, und er sprach auch über die Demonstrationen zur Unterstützung von Shuafat. Der Besuch erfolgte nach der Ermordung von Dr. Abdullah Abu al-Tin, der selbst Mitglied des bewaffneten Fatah-Flügels Tanzim in der Stadt war und der in den sozialen Medien mit einer Waffe in der Hand fotografiert worden war.

Shteyeh wandte sich im Lager an die Hunderte von Trauernden und sagte:

“Jenin ist die palästinensische Nationalschule und ist ein Zeichen der Brüderlichkeit mit Shu’afat, Anata, Nablus, Rafah und der Altstadt von Jerusalem. Ich bin nicht gekommen, um mein Beileid auszudrücken, sondern um von Ihnen Trost zu erhalten und Ihnen zu sagen, dass wir in der Trauer und im Leid vereint sind und dass die Besatzung ihren Wahlkampf jeden Tag mit palästinensischem Blut finanziert.”

Shteyeh wurde in Begleitung von bewaffneten und gesuchten Männern gesehen und erhielt sogar einen Salut von Fathi Hazem, einem ehemals hochrangigen Offizier des palästinensischen Sicherheitsapparats im Rang eines Oberstleutnants und Vater von Red, dem Terroristen des Dizengoff-Anschlags, und von Abdel Rahman, der von den IDF ausgeschaltet wurde.

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