Neue Geldscheine ehren israelische Frauen

Präsident Reuven Rivlin hat gestern zusammen mit der Vorsitzenden der Israelischen Bank, Karnit Flug, zwei neue Geldscheine präsentiert, auf denen die Dichterin Rachel sowie die Schriftstellerin Lea Goldberg abgebildet sind.

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Präsident Reuven Rivlin hat gestern zusammen mit der Vorsitzenden der Israelischen Bank, Karnit Flug, zwei neue Geldscheine präsentiert, auf denen die Dichterin Rachel sowie die Schriftstellerin Lea Goldberg abgebildet sind.

Bild: Präsident Reuven Rivlin und die Vorsitzende der Israelischen Bank präsentieren die neuen Geldscheine (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Es ist über 30 Jahre her, dass das Bild einer Frau auf einem Geldschein zu sehen ist. Es war die ehemalige Ministerpräsidentin Golda Meir, die bis 1990 auf dem 10 Schekel Geldschein zu sehen war. Danach wurde der Schein durch die 10 Schekel-Münze ersetzt. Vor 1985, das Jahr der Währungsreform, sah man ihr Gesicht auf dem 10.000 Schekel Geldschein.

Die neuen 20 Schekel und 100 Schekel Banknoten werden am heutigen Donnerstag in Umlauf gebracht. Auf dem 20 Schekel Schein ist Rachel Bluwstein abgebildet, die besser bekannt ist als Rachel, die Poetin. Auf dem 100 Schekel Schein ist Leah Goldberg, eine Schriftstellerin, Lyrikerin und Sprachwissenschaftlerin zu sehen. Goldberg studierte zwar in Berlin und Bonn, wo sie 1935 ihren Dr. phil. erhielt, aber sie schrieb bereits seit ihrer Kindheit auf hebräisch, was ihr in ihrer neuen Heimat Tel Aviv zugute kam, wohin sie sofort nach ihrem Studium zog.

Diese beiden neuen Geldscheine kommen heute in den Umlauf (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Rachel Bluwstein wurde 1890 in Russland geboren und wanderte bereits 1909 nach Palästina aus. Sie war eine der ersten israelischen Poetinnen und unterrichtete nebenbei russische Flüchtlingskinder in der hebräischen Sprache.

Präsident Rivlin freute sich sehr über die Einführung der neuen Geldscheine und sagte, „Von nun an und zum ersten Mal, gibt es Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen auf den Geldscheinen Israels.“ Auch die Präsidenten der israelischen Zentralbank, Karnit Flug, war bei der Pressekonferenz zugegen und vielleicht ist es kein Zufall, dass die Geldscheine mit den zwei Dichterinnen unter ihrer Führung entstanden sind.

Die neuen Geldscheine sind jedoch nicht nur schön anzusehen, sondern haben auch fortschrittliche Schutzfunktionen gegen Fälschungsversuche. Weiterhin sind sie in ihrer Größe etwas unterschiedlich und erleichtern es Blinden diese besser zu erkennen.

Die beiden neuen Geldscheine von heute ergänzen die neue Serie von Geldscheinen, auf denen berühmte Dichter abgebildet sind. Der 50 Schekel Schein zeigt den Dichter Shaul Tchernikovsky, der 200 Schekel Schein den Dichter Natan Altermann. (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

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