MitgliederMessianische Juden und ihre Historie

Der Schreibtisch, an dem ich seit 33 Jahren arbeite, ist ein Stück Historie der messianischen Bewegung in Israel.

von Ludwig Schneider |
Ludwig Schneider am Schreibtisch
Ludwig Schneider am Schreibtisch Foto: Israel Heute

An ihm betete und arbeitete und starb Seev Kofsman. Er war der erste Gemeindeleiter der neuzeitlichen messianischen Bewegung in Israel. Seine Frau Yvonne hat mir diesen Schreibtisch (siehe Foto), den ein christlicher Araber aus Bethlehem hergestellt hat, vererbt.

1948, im Jahr der Staatsgründung Israels, lebten in Israel ca. 150 Judenchristen. Einer von ihnen war Abram Poljak aus der Ukraine, der sich 1947 zuerst in Erez-Israel niederließ, später aber nach Möttlingen in Deutschland ging, denn als David Ben Gurion 1948 den Staat „Israel“ ausrief, überfiel den in Israel lebenden Judenchristen die Angst, dass sie nun von ihren Judengenossen verfolgt werden. So verließen fast alle Judenchristen Israel.

Nur 12 Judenchristen blieben Israel treu, darunter war Seev Kofsman, an dessen Schreibtisch ich in Jerusalem arbeite. Er ließ in weiser Voraussicht 1952 bei der israelischen Regierung die erste messianische Gemeinde der Neuzeit offiziell als „Kehilat Meschichit Yisraelit“ eintragen. Er wollte vermeiden, dass Israels messianische Gemeinden Untergrundgemeinden werden.

Seither haben Israels messianische Gemeinden einen offiziellen Status und können sich wie alle anderen religiösen Gruppen im Rahmen des Gesetzes in offenem Konkurrenzkampf fair und...

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