Machen Iranische Todeskommandos jetzt Jagd auf Israelis?

Ehemaliger Chef des Nationalen Sicherheitsrates sagt, dass es eine dringende und spezifische Reisewarnung ohne konkrete Informationen nicht gegeben hätte

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Iran
Nach der Ermordung des Kommandeurs der Revolutionsgarden, Oberst Hassan Sayyad Khodaei, schwört der Iran Rache. Foto: EPA-EFE/ABEDIN TAHERKENAREH

Israelische Reisende in der Türkei sind Anfang der Woche aufgefordert worden, sich unauffällig zu verhalten und so schnell wie möglich nach Hause zurückzukehren. Man befürchtet, dass sie Ziel eines iranischen Racheanschlags werden.

Etwa 100 Israelis in der Türkei erhielten von den Sicherheitsbehörden eine SMS mit dieser Warnung. Nach Bekanntwerden der Warnung sagten Hunderte von Israelis ihre Reisepläne in die Türkei ab.

Der ehemalige Leiter des Nationalen Sicherheitsrats, Generalmajor a.D. Giora Eiland, sagte am Dienstag, dass dies mehr als nur eine Vorsichtsmaßnahme sei. Eine solche Warnung würde nur ausgesprochen, wenn eine iranische Todesschwadron bereits vor Ort sei und Jagd auf ihre Ziele mache, mutmaßte er in einer Stellungnahme gegenüber Ynet.

Man geht davon aus, dass der befürchtete iranische Angriff eine Reaktion auf die Ermordung von Oberst Hassan Sayyad Khodaei vom Korps der Islamischen Revolutionsgarden am 22. Mai in Teheran ist. Es wird allgemein angenommen, dass Israel hinter dem Anschlag steckt.

Siehe: Israels langer Arm erreicht die Revolutionsgarden im Iran

Im Gespräch mit Ynet News sagte Eiland: „Die Unmittelbarkeit der Warnung und ihr Tonfall zeigen, dass sie sich auf konkrete Informationen stützt, die nicht nur die Absicht, sondern auch die Fähigkeit zur Durchführung eines Anschlags betreffen. Mit anderen Worten: Der israelische Geheimdienst weiß oder schätzt, dass sich eine iranische Truppe bereits in der Türkei befindet, um einen Anschlag auf Israelis zu verüben.“

Seiner Erfahrung nach hat die Entscheidung, eine so wichtige Reisewarnung auszusprechen, auch wirtschaftliche und internationale diplomatische Konsequenzen.

Unter Mitwirkung von JNS

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