MitgliederLadino Jazz

Die Idee einer Verschmelzung von Ladino-Songs und modernen Jazz-Arrangements mag auf den ersten Blick sonderbar anmuten, aber sie funktioniert.

von Nathalie Freson |

Auf der Suche nach Wegen, seine Musik weiterzuentwickeln, hat sich Jazz-Pianist Gilad Chatsav an die aus Japan stammende Ladino-Sängerin Yayoi Okaniwa gewandt.

 

Die beiden haben sich vor einigen Jahren getroffen, als Yayoi Gilad für ein Projekt um Rat fragte. Es dauerte nicht lange, bis beide das Potential einer Verschmelzung ihrer Stile erkannten – so wurde der „Ladino Jazz“ geboren.

 

Die strikte Struktur der traditionellen Ladino-Songs mit der Freiheit des Jazz zu mischen, stellt eine Herausforderung dar, macht jedoch auch viel Spaß. Die Paarung der Stimme mit dem Piano spricht ein breites Spektrum musikalischer Vorlieben an. Die Zuhörer werden von den jüdisch-spanischen Melodien stark berührt. Das liegt besonders an der Oud oder Ud, die Yayoi spielt. Es ist eine orientalische Kurzhalslaute, ein Vorläufer der europäischen Laute. Die Oud gelangte durch die Mauren über Andalusien nach Europa, aber auch heimkehrende Kreuzfahrer brachten Instrumente mit. Oud bedeutet „Holz-“ oder „Saiteninstrument“. In der heutigen iranischen Musik wird die arabische Laute in persischer Spieltradition auch als barbaṭ bezeichnet....

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