Jordanischer Abgeordneter fordert Gewalt gegen israelische Pipeline

Ein christlicher Parlamentsabgeordneter sagt, Jordanier sollten sogar dazu bereit sein, ihre Kinder zu opfern, um eine Koexistenz mit dem jüdischen Staat zu verhindern.

Flash90

In einem besonders giftigen Ausbruch, der in vielen Ländern sogar als aufrührerisch empfunden worden wäre, forderte der jordanische Abgeordnete Tareq Khoury (ein Christ) die Bürger des Haschemitischen Königreichs zur kriminellen Sabotage gegen jede Gas-Pipeline im Land auf, die nach einem Abkommen zwischen Jordanien und Israel gelegt werden soll.

Bei einer kürzlichen politischen Versammlung sagte Khoury:

„Ich habe einen Vorschlag. Ich möchte jedem die Möglichkeit bieten, eine ‘Ehrenerklärung’ zu unterzeichnen, in der er sein Leben und sogar das seiner Kinder opfert, um eine durch Jordanien verlaufende Gasleitung in die Luft zu sprengen. Wir werden nicht zulassen, dass diese [israelische] Erdgasleitung auch nur einen Zentimeter durch Jordanien führt. “

Khourys Erklärung brachte die weitverbreitete lokale Opposition gegen das Gasabkommen zwischen Israel und Jordanien auf ein neues Niveau.

Die Verhandlungen zum Erdgasabkommen begannen im Jahr 2011, allerdings wurde das Abkommen erst fünf Jahre später, im September 2016, unter amerikanischer Vermittlung unterzeichnet. Von Anfang an war es bei vielen jordanischen Gesetzgebern und einem beträchtlichen Teil der Öffentlichkeit unbeliebt. Es gab zahlreiche Demonstrationen gegen ddagegen, da viele Jordanier Israel weiterhin als „zionistischen Feind” betrachten. Dies trotz der Tatsache, dass Israel und Jordanien schon 1994 ein Friedensabkommen unterzeichnet haben.

Die jordanische Opposition scheint sich auch nicht darum zu kümmern, dass das Abkommen ihrer energiehungrigen Nation großen Nutzen bringt. Im Rahmen des Abkommens wird Israel der Jordan Electric Corporation in den nächsten 15 Jahren 45 Milliarden Kubikmeter Erdgas zu Gesamtkosten von 10 Milliarden US-Dollar liefern.

Zusätzlich zu ihrer Verachtung Israels waren viele Jordanier auch darüber verärgert, dass das Abkommen in englischer Sprache abgefasst war und dass die zur Festlegung der Zahlungen verwendeten Währungen nur in israelischen Schekeln und US-Dollar angegeben waren. Im Dezember 2014 verabschiedete die Mehrheit der jordanischen Abgeordneten einen Resolutionsentwurf, in dem die Regierung aufgefordert wurde, das Abkommen zu kündigen.

Das Königahaus und ihre Regierung bleiben jedoch pragmatischer und sind trotz der Empörung der Öffentlichkeit nicht bereit, das Abkommen zu kündigen. Die Verantwortlichen sind sich des Energiebedarfs Jordaniens und der Tatsache, dass Israel und die Amerikaner ihnen ein gutes Angebot unterbreiten, voll bewusst. Hinzu kommt die Tatsache, dass ein Rücktritt von der Vereinbarung eine Geldstrafe von 1,5 Milliarden US-Dollar nach sich ziehen würde.

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