Jordanien: „Siedler haben die El Aqsa Moschee verunreinigt“

Die Jordanische Regierung hat sich gestern (Mittwoch) beschwert, jüdische Siedler hätten den Platz an der El Aqsa Moschee verunreinigt. 15 Juden wurden von der Israelischen Polizei festgehalten, nachdem sie sich auf dem Tempelberg verbeugt und die israelische Nationalhymne gesungen hatten.

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(Foto: Maor Kinsbursky/Flash90)

Die Jordanische Regierung hat gestern (Mittwoch) die Anwesenheit von Juden auf dem Gelände der El Aqsa Moschee auf dem Tempelberg und deren Aktivitäten dort auf das schärfste verurteilt. Die Beschwerde bezieht sich auf einen Zwischenfall von gestern, wobei 15 Juden von der Polizei festgehalten wurden, nachdem sie sich auf dem Tempelberg verbeugt und einige von ihnen die israelische Nationalhymne „Hatikva“ gesungen hatten. Der Vereinbarung zur Bewahrung des Status Quo zufolge ist es Juden untersagt, auf dem Tempelberg zu beten.

Die Jordanische Regierung hat den gestrigen Vorfall als einen brutalen Angriff bezeichnet, bei dem Radikalen ermöglicht worden wäre, den Platz vor der El Aqsa Moschee zu stürmen und damit die Gefühle von Moslems auf der ganzen Welt zu verletzen.

Weiter heißt es in der Jordanischen Beschwerde, dass die Regierung Jordaniens in der Israelischen Regierung als Besatzungsmacht die allein Verantwortliche für die Verletzung der Al Aqsa Moschee sehe. Israel würde die Siedler anspornen, den Platz der Moschee zu verunreinigen, da sie die Hetzrufe einiger israelischer Regierungsmitglieder nicht stoppen würde, was am Ende zu dem Ansturm auf den Platz der Al Aqsa Moschee geführt hätte.

Ein Sprecher der Jordanischen Regierung warnte, dass seine Regierung alle juristischen und diplomatischen Mittel einsetzen werde, um die heiligen Stätten zu beschützen.

Video: Fahnenparade am Damaskustor

Um die 80.000 Menschen nahmen gestern an der traditionellen Fahnenparade zum Jerusalem-Tag und dem 50. Jahrestag der Befreiung und Wiedervereinigung der Stadt teil. Die Parade begann im Stadtzentrum und verlief weiter in Richtung der Altstadt, dort teilten sich die Teilnehmer in zwei Gruppen auf, eine Gruppe betrat die Altstadt durch das Jaffator, die zweite Gruppe ging durch das Damaskustor und dann weiter durch das moslemische Viertel. Linksgerichtete Aktivisten versuchten die Teilnehmer daran zu hindern, das moslemische Viertel zu betreten, wurden aber durch israelische Grenzschutz-Polizisten daran gehindert und vom Ort entfernt.

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