Es mutet an wie ein himmlischer Fingerzeig, dass gerade in diesen Tagen, wo die UNESCO konstatiert, dass Klagemauer und Tempelberg nichts mit dem jüdischen Volk zu tun hätten, eine außergewöhnliche Rarität zum Vorschein kommt: Im Rahmen einer komplizierten Initiative der Israelischen Altertumsbehörde (IAA) gegen den Diebstahl von Altertümern wurde ein hebräischer Papyrus aus der Zeit des Ersten Tempels sichergestellt, auf dem eindeutig der Name Jerusalem erscheint.
Das unschätzbare Dokument war in der judäischen Wüste aus einer Höhle gestohlen worden. Es ist die älteste außerbiblische Quelle, in der Jerusalem in antiker hebräischer Schrift erwähnt wird. Zwei Zeilen sind erhalten. Die paläografische Untersuchung der Buchstaben und eine Karbon‑14-Probe weisen auf eine Entstehung im 7. Jh. v. Chr. hin. Die meisten Buchstaben sind deutlich lesbar, der Text lautet:
[me-a]mat, ha-melekh, me-Na’artah, nevilim, yi’in. Yerushalima.
Von der Magd des Königs, aus Na’arat, Weinkrüge,...
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