Ist Netanjahu ein Knecht Gottes?

Muss Israels regierender Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wegen des Verdachts auf Korruption aus dem Amt gehen, obwohl die Mehrheit Netanjahu für einen der erfolgreichsten Staatsmänner hält?

von | | Themen: Benjamin Netanjahu
BENJAMIN NETANYAHU

Bei den bevorstehenden Wahlen geht es nicht um die politische Frage, wer Jerusalem teilt oder wer auf biblisches Kernland verzichtet, links oder rechts. Diesmal dreht es sich um ein moralisches Dilemma im Volk. Muss Israels regierender Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wegen des Verdachts auf Korruption aus dem Amt gehen, obwohl die Mehrheit Netanjahu für einen der erfolgreichsten Staatsmänner hält? Israels Wirtschaft ist stabil, seine Außenpolitik dominiert, er selbst zählt zu den einflussreichsten Politikern der Welt. Vier Millionen Touristen besuchten Israel im letzten Jahr, ein Rekord. Was muss einem Volk wichtiger sein: Ein Volksführer mit weißer Weste oder ein leistungsfähiger Staatschef?

Darf man ein Auge zudrücken und die Korruptionsvorwürfe der israelischen Polizei gegen Benjamin Netanjahu ignorieren, nur weil die Mehrheit der Meinung ist, ohne Bibi gehe das Volk Israel verloren? „Na und, was macht das schon, wenn Bibi Zigarren und Champagner von Freunden erhalten hat, mich stört das nicht“, bekomme ich von seinen Wählern immer wieder zu hören. Mein Nachbar hält Netanjahu gar für einen Knecht Gottes: „Er ist der von Gott Gegebene, wie schon sein Familienname sagt.“ Andere betonen, es komme schließlich nur darauf an, wie er Israel regiere. „Außerdem lassen sich auch andere Staatsoberhäupter bestechen.“ Das stimmt, denn wirft man einen Blick auf den aktuellen Korruptionswahrnehmungsindex der CPI, einer nichtstaatlichen Organisation, die sich dem Kampf gegen Korruption widmet, steht Israel auf Platz 34 von 180 Ländern. Die Schweiz etwa belegt Rang 3, Norwegen 7, Holland 8, Deutschland und Großbritannien 11, Österreich 14 und die USA immerhin 22…

(Foto: Tomer Neuberg/Flash90)

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