Israelischer Offizier bei Operation im Gazastreifen getötet – Situation im Süden angespannt

Die Lage im Süden ist seit gestern Abend wieder angespannt. Ein Offizier der israelischen Armee ist bei einer Operation innerhalb des Gazastreifens ums Leben gekommen, nachdem das Sonderkommando der Armee von Hammas-Terroristen entdeckt worden war. Auf arabischer Seite kamen insgesamt sieben Terroristen ums Leben, darunter ein führendes Mitglied des militärischen Armes der Hamas. 17 Raketen wurden in der Nacht aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossen.

Ein israelischer Offizier ist gestern Abend während einer Operation im Gazastreifen bei einem Schusswechsel mit Hamas-Terroristen ums Leben gekommen, ein weiterer Soldat wurde mittelschwer verletzt. Auf palästinensischer Seite sollen Berichten zufolge sieben Hamas-Mitglieder ums Leben gekommen sein, darunter der Hamas-Führer der Khan Yunis Brigade Nur Barakeh.

Ein Sonderkommando der israelischen Armee war mithilfe eines privaten Autos drei Kilometer in den Gazastreifen eingedrungen, östlich von Chan Yunis. Das Kommando tötete den Kommandeur des militärischen Armes der Hamas, Nur Barakeh. Die nächtliche Operation lief dann leider nicht, wie geplant. Das Sonderkommando wurde von Terroristen der Hamas entdeckt und es entwickelte sich ein Schusswechsel, bei dem neben sechs Hamas-Mitgliedern auch ein israelischer Offizier ums Leben kamen. Ein weiterer israelischer Soldat wurde mittelschwer verletzt.

Als Reaktion auf die nicht ganz gelungene israelische Operation wurden vom Gazastreifen aus insgesamt 17 Raketen in Richtung Israel abgeschossen. Zwei Raketen wurden vom Abwehrsystem Iron Dome abgewehrt, die übrigen Raketen landeten auf offenem Gelände im Landkreis Eshkol und auch noch innerhalb des Gazastreifens.

Die israelische Luftwaffe reagierte ihrerseits mit Angriffen von Zielen im Gazastreifen.

Bereits gestern Abend wurde der Unterricht in den Schulen im Grenzgebiet zum Gazastreifen für heute abgesagt. die Bürger wurden aufgefordert, sich in der Nähe der Sicherheitsräume aufzuhalten. Auch wurden Versammlungen von mehr als 300 Menschen untersagt.

Verteidigungsminister Avigdor Liberman traf sich zu Beratungen im Hauptquartier der israelischen Armee zu einer Lagebesprechung (Foto: Verteidigungsministerium).

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat seinen Besuch in Paris verkürzt und ist auf dem Weg zurück nach Israel.

Auf israelischer Seite fürchtet man wegen des Todes der sieben Terroristen, darunter die gezielte Tötung des Hamas-Kommandeurs, eine Reaktion seitens der Hamas. Die frühe Absage des Schulunterrichts für heute wurde in den Medien als sehr dramatisch bezeichnet. In den letzten 17 Jahren sei so etwas nicht vorgekommen.

Den letzten Raketenalarm gab es heute Nacht gegen 1:15 Uhr Ortszeit. Seitdem ist es still.

Kommentare: