Israelische und iranische Kämpfer umarmen sich

Israelische und iranische Judoka umarmen sich, bevor sie am World Masters Wettbewerb teilnehmen.

von Israel Heute Redaktion |
Sagi Muki Foto: Roy Alima/Flash90

Es hätte ein angespannter Moment sein können, als sich der Israeli Sagi Muki und der Iraner Sa’id Moulay im Wiegebereich trafen, kurz bevor sie sich auf den Weg zu den Matten für den Weltklasse-Judo-Wettbewerb machten. Aber zur Überraschung der versammelten Athleten und Manager zeigte Moulay seine Sympathie für seinen israelischen Rivalen Muki und die Beiden umarmten sich, als der Iraner Muki als seinen „Freund“ bezeichnete. Nachdem sie einige Minuten lang miteinander gesprochen hatten, gingen sie hinaus, um den Wettbewerb zu beginnen, berichtete Ynet.

Israeli Judoka Sagi Muki met and hugged with Iranian Judoka Saeid Mollaei at World Judo Masters in China.Despite the…

פורסם על ידי ‏‎Hananya Naftali‎‏ ב- יום שבת, 14 בדצמבר 2019


Der iranische Schwarzgurt-Meister schloss einen möglichen Besuch in Israel in der Zukunft nicht aus und fügte hinzu: „Betend, dass alle iranischen Athleten frei gegeneinander antreten können“, berichtet das israelische Nachrichtenportal aus der Sportarena der Meisterschaft in China.

Muki hatte gehofft, im Finale auf den Iraner zu treffen, ein Kampf, der die erste sportliche Auseinandersetzung zwischen Israel und dem Iran hätte sein können. Doch Moulay, der in der Meisterschaft den dritten Platz einnahm, verlor seinen ersten Kampf gegen den italienischen Kämpfer und musste sich so aus dem Wettbewerb zurückziehen.

Moulay, der aus dem Iran abtrat und als Vertreter der Mongolei teilnahm, sprach über die Tatsache, dass er jetzt frei und glücklich sei, dass er gegen Athleten aus allen Ländern einschließlich Israel antreten konnte. „Ich bete, dass es für alle iranischen Athleten so sein wird und wir ungehindert gegen die Israelis antreten können“, sagte er zu Moshe Ponti, dem Vorsitzenden des israelischen Judo-Verbandes, laut Ynet.

Ponti sprach über die überraschende Wärme zwischen den beiden Athleten. „Dieses Treffen hat erneut bewiesen, dass der gesamte Prozess, der im vergangenen Jahr begann und vom Präsidenten des Welt-Judo-Verbandes zusammen mit dem israelischen Mister für Kultur und Sport, Miri Regev, geleitet wurde, dazu geführt hat, dass man gegeneinander antreten könne. Es hat Spaß gemacht zu sehen, wie Moulay dies schätzt und sich wünschte, dass die Besten gewinnen würden. Hoffen wir auch, dass Moulay ebenfalls dazu beiträgt, den Weg für alle iranischen Athleten zu öffnen“, sagte er.

Der iranische Kämpfer Moulay, der ehemalige Weltmeister, war gezwungen, sich mitten im Wettkampf von den letzten Weltmeisterschaften in Tokio zurückzuziehen, nachdem sein Land ihm nicht erlauben wollte, gegen den israelischen Gegner zu kämpfen. Nach der Meisterschaft flüchtete er nach Deutschland, wo er den Flüchtlingsstatus erhielt und nun als Vertreter der Mongolei antritt.

Nach dem iranischen Boykott von Israel hat der Welt-Judo-Verband das iranische Judo-Team von all seinen Veranstaltungen ausgeschlossen. Die Suspendierung gilt für alle internationalen Judo-Wettbewerbe, solange ihr Boykott gegen die israelischen Athleten andauert.

Muki erreichte das Finale des Wettbewerbs, musste aber nach einer Verletzung aufgeben. Der israelische Kämpfer holte sich die Silbermedaille.

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