Israelis wenden sich der Bibel zu

Immer mehr Menschen in Israel nehmen im Zuge der Corona-Krise die Bibel zur Hand.

Israelis wenden sich der Bibel zu
Yonatan Sindel/Flash90

Die Angst bezüglich der Verbreitung des Coronavirus wächst auch in Israel, landesweite Einschränkungen und Ausgangssperren machen allen zu schaffen. Doch finden auch immer mehr Bibelstellen ihren Weg in den öffentlichen Diskurs.

Epidemien, Plagen und nationale Krisen gab es im Heiligen Land schon seit jeher. Die Schrift hat also eine Menge zu sagen, wenn es darum geht, was Menschen in diesen Zeiten tun sollen.

Folgende Verse sind nur eine kleine Auswahl der Bibelstellen, die in den letzten 48 Stunden auf israelischen Nachrichtenportalen, in den sozialen Medien oder einfach im normalen Meinungsaustausch zwischen Menschen im Land zur Sprache gekommen sind:

Sonst will ich diesmal alle meine Plagen gegen dein Herz richten und gegen deine Knechte und gegen dein Volk, damit du erkennst, dass auf der ganzen Erde nicht meinesgleichen ist. (2.Mo. 9,14)

So geh nun, mein Volk, in deine Kammern und schließe die Tür hinter dir zu! Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergegangen ist! (Jesaja 26,20)

Solange die Plage an ihm ist, soll er völlig unrein bleiben, denn er ist unrein; er soll abgesondert wohnen und außerhalb des Lagers seine Wohnung haben. (3.Mo. 13,46)

Wenn ich den Himmel verschließe, sodass es nicht regnet, oder den Heuschrecken gebiete, das Land abzufressen, oder wenn ich eine Pest unter mein Volk sende, und mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, demütigt sich, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, so will ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen. (2.Chr. 7,13-14)

Reinigt die Hände, ihr Sünder… (Jak. 4,8)

 

Massengebet über das Internet

Weil Ansammlungen mittlerweile stark eingeschränkt bis verboten sind, haben sich die Rabbis einer alternativen Methode zugewandt, um oben genannte Verse zu beherzigen, aber trotzdem noch gemeinsam das Gebet verrichten zu können – digitales Streaming.

Vor wenigen Tagen organisierten die obersten Rabbiner der Nordstadt Tsfat (Safed) ein live übertragenes Massengebet. Am Mittwoch hielten Oberrabbiner Israel Meir Lau und der Armeekantor Shai Abramson gemeinsam ein Online Massengebet ab.

Beide Veranstaltungen konnten live auf YouTube verfolgt werden. Diejenigen, die geneigt waren, daran teilzunehmen, konnten dies per App tun.

 

Messianische Juden organisieren Massengebet

Am Mittwoch haben auch alle messianischen Gläubigen im Land eine Mitteilung erhalten, dass es von 7 Uhr bis 8 Uhr Abends ein gemeinsames Gebet gegen die Verbreitung des Coronavirus gebe. In der Nachricht hieß es:

„Während dieser Zeit werden wir gemeinsam beten, eines Herzens, wir werden unsere Stimmen zum Herrn erheben, dass er seine Hand ausstrecke, um zu heilen, um Zeichen und Wunder freizusetzen – im Namen Jeschuas des Messias“.

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