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Israel kritisiert Amerika wegen drohender FBI-Untersuchung

Bidens Justizministerium signalisiert, dass es die IDF nicht für moralisch hält. Scheinbar wird Israel nicht zugetraut, die Wahrheit zu sagen.

Bei dem Besuch von US-Präsident Joe Biden Anfang des Jahres gab es viel zu lachen. Doch die Abschiedsworte des scheidenden Premierministers Yair Lapid für Amerika waren weniger freundlich. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Die israelische Führung ist wütend auf das Justizministerium von US-Präsident Joe Biden.

Trotz aller Bekenntnisse zu Israel zeugt die Entscheidung, den Tod der palästinensisch-amerikanischen Journalistin Shireen Abu Akleh vom FBI unabhängig untersuchen zu lassen, von mangelndem Vertrauen in den jüdischen Staat.

Das war die Botschaft, die der scheidende Premierminister Yair Lapid am Dienstag vermittelte.

„Unsere Soldaten werden weder vom FBI noch von irgendeinem anderen ausländischen Land oder einer anderen Organisation untersucht, auch wenn diese noch so freundlich sein mag“, betonte Lapid. „Wir haben den Vereinigten Staaten unseren nachdrücklichen Protest mitgeteilt.“

Der Interimsregierungschef, der das Amt bald an Benjamin Netanjahu übergeben wird, fügte hinzu, die IDF sei eine der moralischsten Armeen der Welt und untersuche routinemäßig und energisch jedes Fehlverhalten in ihren Reihen.

Dass die Amerikaner eine eigene Untersuchung des Todes von Abu Akleh einleiteten, zeige, dass die USA daran zweifelten und Israel nicht vertrauten. Der jüdische Staat habe bereits alle Ergebnisse seiner eigenen Untersuchung des unglücklichen Vorfalls mitgeteilt.

Die interne Untersuchung der IDF kam zu dem Schluss, es sei nicht möglich, die Quelle des Feuers, das Abu Akleh tötete, eindeutig zu bestimmen, räumte aber die Wahrscheinlichkeit ein, dass die tödliche Kugel von einem israelischen Soldaten stammte, der das Feuer auf bewaffnete Terroristen erwiderte, unter denen sich die Al-Jazeera-Reporterin befand.

 

Ein schwerer Fehler

Der scheidende Verteidigungsminister Benny Gantz reagierte vor Lapid ähnlich verärgert auf die amerikanische Entscheidung.

„Die Entscheidung des US-Justizministeriums, eine Untersuchung über den tragischen Tod von Shireen Abu Akleh durchzuführen, ist ein Fehler. Die IDF haben eine professionelle, unabhängige Untersuchung durchgeführt, die den amerikanischen Vertretern vorgelegt wurde, denen die Einzelheiten mitgeteilt wurden“, erklärte Gantz.

Er betonte auch, dass Israel „nicht mit einer externen Untersuchung kooperieren und keine Einmischung in interne Untersuchungen zulassen wird“, selbst wenn diese aus Amerika kommen.

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Israel kritisiert Amerika wegen drohender FBI-Untersuchung”

  1. Roland Jaeggi sagt:

    Israel sollte der US-Regierung folgenden Deal vorschlagen: es kooperiert mit dem FBI, wenn die USA im Gegenzug Israel erlaubt, die potenziellen Kriegsverbrechen von US-Armeeangehörigen z.B. in Afghanistan oder in den Irak-Kriegen zu unteruchen (die USA erlauben ja auch keine Untersuchungen des Verhaltens ihrer Soldaten von irgendeiner Organisation).

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