Israel Heute Morgen

Zum Glück hatte ich heute früh meine Regenjacke mitgenommen, es goß in Strömen. Bei unserem heutigen Blick auf die Titelseiten der Zeitungen lesen wir unter anderem über das Schweigen des ehemaligen Koalitionsvorsitzenden während eines fünfstündigen Verhörs, die verschlechterten Beziehungen arabischer Länder zur Palästinensischen Autonomiebehörde und auch über eine junge neuseeländische Sängerin, die sich von der BDS-Bewegung beeinflussen ließ und ihr Konzert in Tel Aviv absagte.

von | | Themen: BDS

Guten Morgen liebe Leser!

Zum Glück hatte ich heute früh meine Regenjacke mitgenommen, auf meinem Weg zur Bushaltestelle goß es in Strömen und es war kalt, ziemlich kalt. Hier in Jerusalem zeigt das Thermometer 6 Grad an, ich glaube, auch in Deutschland ist es heute an vielen Orten nicht viel kälter. Fast überall im Land regnet es heute, doch leider nicht mehr für sehr lange, denn schon morgen soll es wieder wärmer werden, der Regen wird sogar schon heute gegen Nachmittag nachlassen. Hoffen wir, dass der See Genezareth eine gute Portion Wasser abbekommen hat. Der Wasserpegel ist noch immer unverändert.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Vereinzelte Regenschauer vom Norden bis zum nördlichen Negev. Im Verlauf des Tages wird der Regen nachlassen. Auf dem Hermon-Berg schneit es, Möglichkeit von leichtem Schneefall im nördlichen Galiläa. Für die Jahreszeit zu niedrige Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 10 Grad, Tel Aviv 17 Grad, Haifa 16 Grad, Tiberias am See Genezareth 15 Grad, am Toten Meer 19 Grad, Eilat am Roten Meer 19 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -214.395 m unter dem Meeresspiegel.

Kommen wir nun zu den heutigen Schlagzeilen der Zeitungen. Die Affäre um den ehemaligen Koalitionsvorsitzenden David Bitan ist noch immer ein brandaktuelles Thema. Gestern wurde er erneut verhört und schwieg. 5 Stunden lang sagte er dort nicht ein einziges Wort. Das sieht nicht gut aus. Während sich die Zeitungen Maariv und Jediot Achronot hauptsächlich mit David Bitan beschäftigen, berichtet die Zeitung Israel Hayom über die verschlechterten Beziehungen der arabischen Staaten gegenüber der Palästinensischen Autonomiebehörde. Hier die Titelseiten von heute:

Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

”Bitans Schweigen”, lautet die Überschrift bei Maariv mit einem großen Foto Bitans im Auto auf dem Weg zum Verhör. Darunter dann eine Meldung bezüglich des Mordes an dem Soldaten Ron Kukia vor drei Wochen in Arad. ”Vor dem Gesicht des Bösen”, lautet die Überschrift. Gestern fand die erste Gerichtsverhandlung gegen die beiden Terroristen statt. Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung der Eltern mit den Mördern ihres Sohnes. Daneben dann noch eine Meldung über das Modell der Guillotine bei der Demonstration der Linken vom Samstagabend gegen die Korruption. ”Die Polizei befasst sich mit dem Modell der Guillotine”. Es soll untersucht werden, ob es sich dabei um eine Hetzte zur Gewalt handelt. Der Demonstrant, der das Guillotinen-Modell mit sich trug sagte: “Ich bin Pazifist und gegen Gewalt”. Interessant.

Die Zeitung Jediot Achronot beginnt ihre Titelseite mit etwas Nettem. ”Oma’s Pilotin”, lautet die Überschrift. Daneben ein Foto der frischen Pilotin Liora, die gerade als einzige Frau den letzten Pilotenkurs der israelischen Luftwaffe erfolgreich beendet hatte. Während der Aufnahme eines Video-Clips für die Zeremonie wurde sie von ihrer Großmutter überrascht. Warum die Oma? Weil sie in einem Fragebogen von ihrer Enkelin als der Mensch angegeben worden war, der den grössten Einfluss auf sie hatte. Herzlichen Glückwunsch. Und nun zurück zu ernsten Themen. ”Schweigt beim Verhör”, lautet die Überschrift der Meldung über Davis Bitan. Er wählte sein Schweigerecht, da er sich nur so vor den ganzen Veröffentlichungen gegen ihn schützen könne, sagte er zu seinem Anwalt. Und dann schwieg er 5 Stunden lang. Unten rechts dann eine Meldung über die neuseeländische Sängerin Lorde. ”Lorde unterwirft sich dem Boykott”. Die junge Sängerin hatte bekanntgegeben, ihr für den nächsten Sommer geplantes Konzert in Tel Aviv abzusagen, nachdem sie von zahlreichen BDS-Anhängern dazu aufgefordert und gedrängt worden war. Lorde erklärte: “Ich hatte mich geirrt, es war mein Traum in Tel Aviv aufzutreten und ich hoffe, dass der Tag kommen wird, an dem wir alle zusammen tanzen können”. Auf ihrer Facebookseite wird jetzt heftig diskutiert zwischen enttäuschten und zum Teil wütenden Israelis und Israel-Gegnern, die Israel als einen Apartheid-Staat bezeichnen. Ich denke, wir können auf die Sängerin verzichten, es gibt genug Künstler, die sich nicht beeinflussen lassen und gerne nach Israel kommen. Unten links gibt es dann nch zwei Meldungen aus dem Wirtschaftsteil der Zeitung. Da geht es zum einen um erwartete Entlassungen der israelischen Drogerie-Kette Super-Pharm. 1300 sogenannte Schönheitsberaterinnen sollen entlassen werden, sie seien nicht mehr nötig. Auch könne man dann die Preise senken, erklärte die Geschäftsleitung. Dann gibt es noch eine nicht erfreuliche Meldung über eine zu erwartende Erhöhung der Steuern und Gebühren an die Städte und Gemeinden.

Die Zeitung Israel Hayom befasst sich mit dem sogenannten „Trump-Effekt“: ”Trump-Effekt: Arabische Länder gegen Mahmud Abbas”. Seit der Erklärung Trumps in Bezug auf die Anerkennung Jerusalem als die Hauptstadt Israels ist es zu einem Bruch in den Beziehungen zwischen den Palästinensern und den arabischen Staaten gekommen. Ramallah hätte im Kampf gegen die Erklärung versagt und würde nichts mehr unternehmen, beschuldigen gemäßigte arabische Länder. In Jordanien ist man besorgt. Der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde habe sie, die Jordanier, in eine unangenehme Situation gegenüber dem amerikanischen Präsidentn gebracht. Überhaupt haben die arabischen Staaten sich bisher zurückgehalten, niemand möchte es sich mit dem amerikanischen Präsidenten verderben. Daher schweigen sie. Darunter eine kleine Überschrift bezüglich des Verhörs von David Bitan: “Bitan wurde 5 Stunden lang verhört – und machte von seinem Schweigerecht Gebrauch” Links daneben ein Kommentar des Vorsitzenden der Knesset, Juli Edelstein mit dem Titel: “Guillotine statt Wahlurne”.

Das war ein Blick auf die Schlagzeilen von heute. Weitere wichtige Meldungen gibt es dann später hier bei uns. Draußen regnet es noch immer, auf dem Hermon-Berg liegt der erste Schnee des Winters.

Der Hermon heute früh

Und jetzt wünsche ich Ihnen einen gesegneten und wunderbaren ersten Weihnachtstag. Hier bei uns wird bereits fleissig an der nächsten Ausgabe unseres Magazins gearbeitet. Frohes Fest, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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