Israel Heute Morgen

Eine neue Woche beginnt. Draußen scheint die Sonne, so wie sie auch während des gesamten Wochenendes geschienen hatte. Doch nicht alles ist so sonnig wie das Wetter, der heutige Tag hat mit einem Generalstreik begonnen wegen der geplanten Massenentlassungen beim Pharma-Konzern Teva. Dies ist auch das Hauptthema der heutigen Zeitungen. Was das Wetter betrifft, es wird wärmer.

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Guten Morgen liebe Leser!

Eine neue Woche beginnt. Draußen scheint die Sonne, so wie sie auch während des gesamten Wochenendes geschienen hatte. Das wunderbare Wetter haben wir gestern für einen kurzen Spaziergang in einem neuen Park bei uns in der Nähe genutzt. Die Stadt Modiin verwöhnt uns mit sehr vielen Parks und Grünanlagen. Man muss also nicht lange mit dem Auto irgendwo hinfahren, um etwas im Grünen zu spazieren, wie Sie auf dem heutigen Titelbild sehen können. In den nächsten Tagen soll es noch etwas wärmer werden, vom Regen keine Spur. Und das Mitte Dezember.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit einem leichten Anstieg der Temperaturen. Überdurchschnittlich warm für die Jahreszeit. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 19 Grad, Tel Aviv 23 Grad, Haifa 22 Grad, Tiberias am See Genezareth 24 Grad, am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.375 m unter dem Meeresspiegel.

Heute wird bei uns in Israel gestreikt. Es geht um die geplante Massenentlassung von nivht weniger als 1750 Mitarbeitern des Pharma-Konzerns Teva. Davon habe ich Ihnen auch schon am Freitag berichtet. Bis 12 Uhr Ortszeit steht das Land quasi still, bis auf die Züge und Busse, die aus Rücksichtnahme vor unseren Soldaten, die heute wieder zu ihren Basen zurückkehren müssen, fahrplanmäßig fahren. Anders sieht es mit den Flügen aus, der Flughafen wird heute früh bestreikt, mehrere Flüge konnten nicht verschoben werden und wurden gestreichen. Nicht angenehm für die Fluggäste. Dennoch haben die meisten Verständnis für den Streik. Man ist solidarische mit den Angestellten von Teva. Auf meinem Weg zur Redaktion waren die Spuren des Streiks auf dem Machane Jehuda Markt deutlich sichtbar.

Der Machane Jehuda Markt heute früh, der Müll ist noch nicht beseitigt worden (Foto: Dov Eilon)

Der heutige Generalstreik und die geplanten Entlassungen bei Tevasind auch das Hauptthema auf den Titelseiten der heutigen Zeitungen.

Die Titelseiten von heute. Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

“Teva Protest: Der Riesenstreik beginnt“, lautet die Überschrift bei der Zeitung Maariv. Die Meldung nimmt mehr als die Hälfte der Seite ein. Unten gibt es dann noch drei weitere Schlagzeilen. ”Der Kampf um die Kotel”, dabei geht es um die Aussage des Weißen Hauses, wonach die Klagemauer in jeden Fall unter israelischer Souveränität stehen wird. Darüber regen sich die Palästinenser auf. Eine weitere Meldung befasst sich mit den wöchentlichen Demonstrationen gegen die Korruption und die Regierung. ”Strategische Gefahr”, lautet hier die Überschrift. Bereits zum dritten Mal wir auf dem Rothshild-Boulevard in Tel Aviv demonstriert. Bei der letzten Meldung geht es um die Tasse Kaffee: ”Cofix-Ermässigung”. Sie kennen sicher schon die Kette Cofix, die vor vier Jahren begann, eine Tasse Kaffee und weitere Produkte für 5 Shekel zu verkaufen und damit eine Preisrevolution ausgelöst hatte. Anfang dieses Jahres erhöhte die Kette den Preis auf 6 Shekel, was von den Kinden sehr kritisiert wurde. Jetzt möchte Cofix den Preis für die Tasse Kaffee wieder auf 5 Shekel senken. Mir soll es recht sein.

Auch die Zeitung Jediot Achronot befasst sich auf ihrer Titelseite fast ausschließlich mit den heutigen Generalstreik und der gepanten Entlassungen bei Teva. ”Heute früh: Generalstreik”, lautet die Überschrift ganz oben. Darunter dann die Schlagzeile: ”Kündigt nicht Papa und Mama”. Auf dem Bild wird eine fünfköpfige Familie gezeigt, bei der beide Elternteile in der Teva-Fabrik in Jerusalem arbeiten, die geschlossen werden soll. Sollten beide auf einmal ihre Arbeit verlieren, wäre das eine Katastrophe für die Familie. Unten auf der Seite wird dann auch die amerikanische Aussage bezüglich der Klagemauer erwähnt. ”Die Kotel gehört zu Israel”, wird hier ganz klar zitiert. Die letzte Überschrift ist traurig: ”Das letzte Lächeln von Stav”. Hier wird von einem tragischen Unfall mit einem sogenannten ATV (All Terrain vehicle), bei uns Traktoron genannt. Das Fahrzeug hatte sich überschlagen. Das Foto ist das letzte Foto der Verunglückten. Ein sinnloser Tod.

Die Zeitung Israel Hayom beginnt mit der Meldung bezüglich der Klagemauer. ”Beamte der Trump-Administration: Die Kotel ist ein Teil von Israel. In Israel ist man sehr zufrieden, die Palästinenser sind außer sich. Danach dann die wichtigste Überschrift: „Die Forderung an Teva: Mehr im Ausland und weniger in Israel kündigen”. Auch die israelische Regierung ist nicht bereit, diese geplanten Entlassungen hinzunehmen, man werde bei der Krise um Tevanicht tatenlos zusehen. Finanzminister Kachlon wird zitiert: Jahrzehntelang haben wir Tevaunterstützt, jetzt sind die Blicke der Angestellten auf uns gerichtet”. Unten auf der Seite wird dann auch der tragische Unfall und der Tod der 17-jährigen Schülerin erwähnt. ”Stav kam auf einem Traktoron ums Leben”. Der ebenfalls 17 Jahre alte Fahrer wurde festgenommen, er soll unter Alkoholeinfluss gestanden haben. Traurig.

Das war wieder unser Blick auf die Titelseiten der heutigen Zeitungen. Der Generalstreik wird jetzt gleich, noch beim Schreiben dieser Zeilen, beendet werden. Mal sehen, wie es weitergehen wird. Sollte sich nichts ändern und Teva weiter darauf bestehen, die Entlassungen durchzuführen, kann es auch zu längeren Streiks kommen.

Und jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen und ruhigen dritten Advent, wir zünden am Abend eine weitere Kerze an unserem Chanukka-Leuchter an. Gestern war es bereits die fünfte Kerze.

Chanukka, fünfte Kerze, gestern (Foto: Dov Eilon)

Machen Sie es gut!

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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