Guten Morgen liebe Leser!
Es ist wieder Freitag, eine besondere Woche geht zuende, eine Woche, die wohl in die Geschichte eingehen wird. Obwohl US-Präsident Trump vorgestern eigentlich nur das gesagt hat, was uns schon seit Ewigkeit bekannt ist, ist hier bei uns eine gewisse Euphorie zu verspüren. Endlich habe jemand die Wahrheit gesagt, jetzt ist es raus. Jerusalem ist unsere Hauptstadt. Schon werden Baupläne aus den Schubladen geholt, nicht weniger als 14.000 neue Wohnungen sollen in der Hauptstadt gebaut werden, denn es gebe ja keinen Grund mehr, die Baupläne nicht zu verwirklichen. Dennoch ist man sich bewusst, dass nicht alle glücklich über die Erklärung von Trump sind. In Jerusalem ist man auf alles vorbereitet, schon gestern hatte es Proteste am Damaskustor gegeben. Heute begehen die Araber einen „Tag des Zorns“, nach den Freitagsgebeten könnte es zu Ausschreitungen kommen. Aber was ist heute anders als es vor einer Woche war? Eigentlich nichts. Warum ein Tag des Zorns gegen uns, gegen Israel? Jerusalem ist immer unsere Hauptstadt gewesen, warum richtet sich der Zorn jetzt gegen uns? Hoffen wir, dass die Vernunft siegen wird, denn was bringt ein neuer Aufstand der Araber? Nichts wird sich ändern, es wird Zeit, dass auch die andere Seite umdenkt, Restart. Nur dann kann sich etwas ändern.
In der Nacht ist es sehr kühl gewesen, ich sage bewusst nicht „kalt“, denn Sie, liebe Leser, würden wohl nur lächeln über die 7 Grad, die wir in der Nacht hier in Modiin hatten Dennoch ist es kalt, für uns jedenfalls. Heute und morgen sollen die Temperaturen etws ansteigen, das Wochenende soll sonnig werden. Das lädt zu Ausflügen ein.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Heiter mit einem leichten Anstieg der Temperaturen, aber noch immer zu kühl für die Jahreszeit. In der kommenden Nacht kann es zu Bodenfrost kommen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 12 Grad, Tel Aviv 19 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 20 Grad, am Toten Meer 22 Grad, Eilat am Roten Meer 21 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -214.355 m unter dem Meeresspiegel.
Die heutigen Titelseiten der Zeitungen befassen sich natürlich nur mit Jerusalem und die Befürchtungen vor Unruhen in den Gebieten der Araber. Denn, schon gestern gab es an vielen Orten Unruhen und Auseinandersetzungen mit den israelischen Sicherheitskräften.

“Vorbereitung für den Zorn“, schreibt Maariv, “Jerusalem-Prüfung”, heißt es bei Jediot Achronot. Nur die Schlagzeile der Zeitung Israel Hayom ist etwas anders: „Nach der Rede: Verbindungen mit anderen Staaten für die Anerkennung Jerusalems“. Gerne würde man bei uns sehen, das andere Staaten den Vereinigten Staaten folgen werden und Jerusalem als die Hauptstadt Israels anerkennen würden.
Ich wünsche mir, dass wir nicht nur ein sonniges, sondern auch ein ruhiges und friedliches Wochenende vor uns haben werden, leider bin ich mir nicht so sicher, ob mir dieser Wunsch erfüllt werden wird. Ihnen, liebe Leser, wünsche ich ein wunderbares Wochenende und einen gesegneten Shabbat, machen Sie es gut.
Shabbat Shalom aus Modiin!
Dov




