Israel Heute Morgen

Gestern war endlich wieder ein ganz normaler Tag. Es gab keine Demonstrationen und Straßenblockierungen, keine nennenswerten Verkehrsstaus und mein Bus von Jerusalem nach Modiin war pünktlich. Ein paar Worte über einen recht amüsanten aber auch etwas peinlichen Vorfall am ersten Arbeitstag der Knesset, der zeigt, dass auch Parlamentsabgeordnete nur Menschen sind, und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!
Gestern war endlich wieder ein ganz normaler Tag. Es gab keine Demonstrationen und Straßenblockierungen, keine nennenswerten Verkehrsstaus und mein Bus von Jerusalem nach Modiin war pünktlich. Die Fahrt nachhause dauerte gestern nur eine knappe halbe Stunde. Ich hatte leider noch nicht einmal Zeit genug, mir eine Folge einer Serie bei Netflix anzusehen, was mir sonst sehr oft gelingt. Spaß beiseite, es war schön, problemlos nachhause zu kommen.

Das Wetter hier bei uns ist weiterhin einfach toll. Am Abend und morgens frische Luft und sehr angenehme Temperaturen am Tag. Hier bei uns in Jerusalem ist momentan nicht eine einzige Wolke am Himmel. Die Temperatur liegt jetzt, kurz vor 9 Uhr, bei 16 Grad. Am Mittag soll es dann 26 Grad warm werden. Ein recht grosser Temperaturunterschied.

Ein wunderbarer Morgen, der Blick vom Balkon meines Büros

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem leichten Anstieg der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 26 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 25 Grad, Tiberias am See Genezareth 30 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Eilat am Roten Meer 32 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.225 m unter dem Meeresspiegel.

Am Montag hat die Knesset, unser Parlament, nach der Sommerpause wieder die Arbeit aufgenommen. Gestern war dann der erste normale Arbeitstag der Wintersaison der Knesset. Dieser Tag wurde von einem außergewöhnlichen und recht amüsanten Vorfall gekennzeichnet. Jeder Knessetabgeordneter hat ein Auto und natürlich auch einen festen Parkplatz im Parkhaus der Knesset. Leah Fadida, eine neue Abgeordnete des Zionistischen Lagers, schien an ihrem ersten Tag in der Knesset ein Problem zu haben, den richtigen Parkplatz zu finden und parkte daher auf dem Parkplatz ihrer Fraktionskollegin, der Abgeordneten Ksenia Svetlova. Und dieser schien es ganz und gar nicht gefallen zu haben, dass ihr Parkplatz besetzt war. Von wem, das wusste sie natürlich nicht. Was nun daran so amüsant ist, wollen Sie jetzt sicher wissen. Nun, als die neue Abgeordnete Lea Fadida zu ihrem Auto zurückkehrte, war sie vom Anblick ihres Autos überrascht

Auf der Windschutzscheibe ihres Autos stand mit einem rosafarben Lippenstift geschrieben: „Es ist verboten, auf dem Parkplatz von anderen zu parken“. Das ganze Gelände der Knesset ist natürlich mit Sicherheitskameras ausgestattet, so dass man nach kurzer Zeit herausfand, wer das Auto mit dem Lippenstift verziert hatte. Natürlich war es die Abgeordnete Ksenia Svetlova. Danach schickte Lea Fadida das Foto ihres Autos zur WhatsApp-Gruppe ihrer Fraktion mit den Worten: „Schade Ksenia“. Das war schon etwas peinlich, denke ich.

Heute früh wurde von dieser Affäre selbstverständlich auch im Fernsehen und Radio gesprochen. Der für die Ethik der Knesset verantwortliche Abgeordnete wurde gefragt, ob dieser Vorfall folgen für die Abgeordnete Svetlova haben könne. Die Antwort war nein. Die beiden Parteikolleginnen hätten sich ausgesprochen, Svetlova habe sich für ihren Fehler entschuldigt, damit sollte die Geschichte beendet sein. Dabei erinnerte er allerdings daran, dass man als Abgeordneter eine Vorbildsfunktion innehabe und mit guten Beispiel vorausgehen müsse. So dürfe man auch niemals auf einem Parkplatz für Behinderte parken. Auch Fadida selbst wurde gefragt, was sie jetzt machen werde. Sie sagte, es sei alles in Ordnung, auch habe sie selbst und ihre Kollegin Svetlova eine Vorliebe für rosafarbene Lippenstifte. Na, dann ist ja alles in Ordnung. Allerdings wurde dieser Vorfall in den Zeitungen schon als ein neuer Tiefpunkt der Knesset bezeichnet. Etwas peinlich ist es ja auch. Nun sollte man sich in der Knesset wichtigeren Aufgaben widmen.

Sie sehen, liebe Leser, auch Parlamentsabgeordnete sind nur Menschen, die ab und zu auch mal einen Fehler machen. Aber es ist wichtig, seine Fehler einzugestehen und sich zu entschuldigen, dann wäre vieles etwas einfacher im Leben.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und entspannten Mittwoch. Parken Sie richtig und machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem

Dov

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