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Israel Heute Morgen

Wir haben wieder Freitag, der erste Shabbat des Monats August steht vor der Tür. Ein paar Worte über den Beginn eines neuen Lebensabschnittes unserer Tochter und die Gefühle der Eltern, persönliche Bemerkungen bezüglich der gestrigen Pride Parade in Jerusalem, erneute Unruhen in Jaffa, Ruhe auf dem Tempelberg und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Wir haben wieder Freitag, der erste Shabbat des Monats August steht vor der Tür. Wir sind jetzt mitten im Sommer, aber irgendwie habe ich schon begonnen, an das Neujahr, Rosh Hashana, zu denken, den das wird im nächsten Monat beginnen. Plötzlich sind die Feiertage wieder sehr nah. Und dann muss ich an unsere Tochter denken, die in nur 10 Tagen ihren Dienst in der Armee beginnen soll. Bis jetzt habe ich kaum Zeit gehabt, daran zu denken, ich tat so, als wären diese Sommerferien wie immer. Und jetzt denke ich daran, wie ungewohnt es sein wird, wenn wir dann an einigen Tagen nur zu dritt zuhause sein werden. Die ersten Wochen werden für unsere Tochter bestimmt nicht leicht werden, diese plötzliche Umstellung, eine ganz andere Atmosphäre, auf einmal nicht ehr zuhause zu sein. Ich hoffe, dass sie bei diesem neuen Lebensabschnitt viele gute Erlebnisse haben wird, viele neue Freunde kennenlernen und sich bei ihrem Dienst wohlfühlen wird. Die Wochenenden werden dann etwas ganz besonderes sein. Sie sehen ich bin schon ziemlich aufgeregt, obwohl wir das Ganze ja schon einmal mit unserem Sohn „durchgemacht“ haben. Das ist schon über 4 Jahre her, er hat sich nie beschwert, im Gegenteil. Als wir ihn damals zur Rekrutierungsstelle gefahren haben, fühlte ich mich wir damals, als ich ihn das erste Mal in den Kindergarten gebracht hatte. Man übergibt sein Kind in die Obhut eines anderen, plötzlich hat man selbst keine Kontrolle mehr. Das ist natürlich ein wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit, in die Unabhängigkeit, aber für die Eltern doch sehr komisch am Anfang.

Und jetzt zurück zum Monat August, der wärmste Monat des Jahres. Dieser hat allerdings etwas angenehmer begonnen, als der sehr heiße Juli. Bis Montag sollen die Temperaturen noch in den normalen Regionen liegen, um die 30 Grad. Danach wird es dann wieder wärmer.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter ohne grössere Veränderung der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 31 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 38 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Eilat am Roten Meer 41 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt bei -213.63 m unter dem Meeresspiegel.

Gestern hat in Jerusalem zum 16. Mal die Pride Parade stattgefunden. um die 25000 Menschen haben daran teilgenommen und sind durch die Innenstadt gezogen. Viele Straßen in der Innenstadt wurden schon am Nachmittag gesperrt, um die Parade zu sichern. Ich bin daher gestern etwas früher von unserer Redaktion gegangen, da ich gehört hatte, dass es am Eingang zu Stadt eine Demonstration von etwa 50 Menschen gab. Sie demonstrierten gegen die Pride-Parade in Jerusalem. Ich konnte die Demonstranten am Straßenrand sehen, als ich mit dem Bus Jerusalem verließ. Ich bin etwas später als sonst zuhause angekommen. Ich weiß, dass es auch unter Ihnen, liebe Leser, nicht wenige Gegner dieser Parade gibt. Ich akzeptiere und respektiere das. Ich erwarte aber auch, dass meine Meinung dazu respektiert wird, ohne das mir diese Einstellung in den Kommentaren vorgeworfen wird. Auch wurde mir vorgeworfen, überhaupt vom Stattfinden dieser Parade hier zu berichten. Ich berichte über alle wichtigen Ereignisse, die in Israel und besonders in Jerusalem geschehen.

Um die 25000 Menschen gestern auf der Pride Parade in Jerusalem

Kann ich eine Veranstaltung mit 25000 Teilnehmern einfach ignorieren? Würde es diese Parade nicht gegeben haben, wenn ich sie verschwiegen hätte? Was war denn so schlimm dabei, als die Menschen gestern friedlich und fröhlich durch die Strassen liefen. Auch ist diese Parade mit der riesigen Parade von Tel Aviv überhaupt nicht zu vergleichen. In Jerusalem ging man einfach nur durch die Straßen, ohne Schauwagen, ohne „provokative“ Tänze, in voller Bekleidung, da wurde schon Rücksicht auf die besondere Stellung Jerusalems genommen. „Leben und Leben lassen“, das ist mein Motto. Ich sehe immer den Menschen vor mir, nicht seine Religion oder seine Lebensweise. Und nun hoffe ich, dass Sie auch meine Einstellung respektieren werden, denn wir haben doch alle eines gemeinsam: Unsere Liebe zu Israel und der Stadt Jerusalem.

Weniger friedlich ging es gestern leider wieder in Jaffa zu. Da kam es wieder zu Unruhen, nachdem die Polizei den Bruder des von vor einigen Tagen von Polizisten erschossenen Verdächtigen festgenommen hatten, was Auslöser der Unruhen war. Nach der Festnahme kam es zu einer spontanen Demonstration von um die 300 Menschen. Es wurden Steine auf die Polizisten geworfen, Schaufensterscheiben eingeschlagen und Müllcontainer in Brand gesteckt. Verletzt hat sich dabei zum Glück niemand, zwei Demonstranten wurden festgenommen und später wieder auf freien Fuß gesetzt.

Unruhen gestern in Jaffa

Erinnern Sie sich noch auf die Unruhen auf dem Tempelberg? In den letzten Tagen ist gar nicht mehr darüber gesprochen worden. Und das ist vielleicht einer der Gründe dafür, dass sich die Situation beruhigt hat. So gibt es heute auch keine Altersbeschränkungen mehr für das Freitagsgebet. Es wird ein ruhiger und friedlicher Freitag erwartet.

Mit diesen positiven Aussichten und der Hoffnung, dass wir nicht enttäuscht werden, wünsche ich Ihnen ein angenehmes Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin!

Dov

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Patrick Callahan

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